Polizei vereitelt drei Massentötungen in den USA

In drei US-Bundesstaaten wurden drei junge Männer festgenommen – und damit mögliche Schusswaffenmassaker verhindert.

Rechtzeitig interveniert: Vincent D'Egidio, Polizeichef von New Middletown, zeigt beschlagnahmte Waffen eines weissen Nationalisten. Screenshot: WKBN-TV

Rechtzeitig interveniert: Vincent D'Egidio, Polizeichef von New Middletown, zeigt beschlagnahmte Waffen eines weissen Nationalisten. Screenshot: WKBN-TV

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Wären die Polizeibehörden nicht aktiv geworden, hätte es möglicherweise schon bald weitere Massentötungen in den USA gegeben. Drei junge, weisse Männer aus den Bundesstaaten Connecticut, Florida und Ohio befinden sich in Haft, wie CNN berichtet. Die Männer stehen im Verdacht, Schusswaffenmassaker geplant oder zumindest damit gedroht zu haben.

Mindestens einer der drei Festgenommenen ist Anhänger der «White Supremacy»-Ideologie, die eine Herrschaft der Weissen propagiert und alles andere bekämpft. Der 20-Jährige aus Ohio soll ein jüdisches Gemeinschaftszentrum in Youngstown ins Visier genommen haben. Entsprechende Drohungen hatte der Rassist auf Instagram gemacht, wo er auch ein Video eines schiessenden Mannes gepostet hatte.

Sein Instagram-Account war voll mit antisemitischen Äusserungen sowie anderen problematischen Inhalten. Als die Polizei den potenziellen Attentäter in seinem Zuhause festnahm, fand sie auch ein umfangreiches Waffenlager mit viel Munition, wie Vincent D'Egidio, Polizeichef von New Middletown, vor den Medien erklärte. Die Polizei intervenierte, nachdem sie Hinweise aus der Bevölkerung erhalten hatte.

In Menschenmenge schiessen und Rekord aufstellen

Der mögliche Attentäter aus Florida war von seiner Ex-Freundin bei der Polizei gemeldet worden. In privaten Nachrichten hatte der 25-Jährige Tötungsfantasien geäussert. «Ich will mindestens 100 Leute töten», schrieb er zum Beispiel. «Aber nicht an einer Schule, denn das ist ein schwaches Ziel.» Er wolle aus grosser Distanz in eine Menschenmenge schiessen und so einen Rekord aufstellen. Damit meinte er das Töten von Menschen aus der grösstmöglichen Distanz. An seinem Wohnort beschlagnahmte die Polizei ein Jagdgewehr und 400 Patronen, wie US-Medien berichteten.

Ein grösseres Waffenlager entdeckte die Polizei beim dritten Mann, der innert weniger Tage festgenommen wurde. Der 22-Jährige aus Connecticut hatte auf Facebook Äusserungen gemacht, die auf ein mögliches Schiesswaffenmassaker hindeuteten. Inwiefern politische Hintergründe eine Rolle spielten, ist nicht bekannt.

Die Festnahmen in Connecticut, Florida und Ohio erfolgten nur zwei Wochen, nachdem Schusswaffenmassaker in Dayton (Ohio) und El Paso (Texas) die USA erschüttert hatten. (vin)

Erstellt: 19.08.2019, 19:59 Uhr

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