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Präsident Santos' Koalition stärkste Kraft in Kolumbien

Staatschef Juan Manuel Santos erreichte bei den Parlamentswahlen in Kolumbien mit seiner Regierungskoalition 77 Prozent der Stimmen. Er bezeichnete die Wahlen als die sichersten in der Geschichte des Landes.

Wahlsieger: Präsident Juan Manuel Santos während des Wahlkampfes. (4. März 2014)
Wahlsieger: Präsident Juan Manuel Santos während des Wahlkampfes. (4. März 2014)
Reuters

Aus den Parlamentswahlen in Kolumbien ist die rechtsgerichtete Drei-Parteien-Koalition von Staatschef Juan Manuel Santos als stärkste Kraft hervorgegangen. Wie die Wahlbehörde in Bogotá am Sonntagabend nach der Auszählung von 77 Prozent der Stimmen mitteilte, kann die Regierungskoalition mit 45 der insgesamt 102 Sitze im Senat rechnen.

Das Oppositionslager wird künftig von der neuen Partei des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe angeführt, die den Angaben zufolge auf 21 Sitze kommt. Uribe wurde auch selbst als Senator gewählt. Damit kehrt in Kolumbien zum ersten Mal ein Ex-Staatschef auf die politische Bühne zurück. Er ist ein scharfer Gegner der Friedensgespräche mit den Rebellen, die von der Regierung seit November 2012 in Havanna geführt werden.

Es wurden am Wahltag nur vereinzelte Zwischenfälle gemeldet. Zwei Angriffsversuche der Farc im nordwestlichen Departement Antioquia seien ohne Verletzte vereitelt worden, erklärte der Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzón. Im südlichen Departement Putumayo verhinderten die Rebellen die Wahlen in einigen ländlichen Ortschaften, berichtete der Rundfunksender RCN.

Staatschef Santos bezeichnete die Wahlen als die sichersten der kolumbianischen Geschichte, als er seine Stimme in Bogotá abgab.

Mehr als 400'000 Militärs und Polizisten bewachten den Urnengang. Die Grenze zu Venezuela wurde am Sonntag geschlossen, um den Durchgang von Rebellen aus dem Nachbarland zu verhindern. Bei den rund 3800 Wahlbeobachtern gingen am Sonntag mehr als tausend Klagen über verschiedene Wahlrechtsverstösse ein, wie der Rundfunksender Caracol berichtete.

Zur Wahl der 102 Senatoren und 167 Abgeordneten waren 32,5 Millionen Bürger aufgerufen. Es wurden auch fünf Abgeordnete für das Anden-Parlament gewählt, dem neben Kolumbien auch Ecuador, Peru und Bolivien angehören.

SDA/chk

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