Professorin wirft Trumps Richterkandidat Missbrauch vor

Dem von US-Präsident nominierten Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh wird versuchte Vergewaltigung vorgeworfen.

Weist alle Vorwürfe zurück: Supreme-Court-Richterkandidat Brett Kavanaugh. (Archivbild)

Weist alle Vorwürfe zurück: Supreme-Court-Richterkandidat Brett Kavanaugh. (Archivbild) Bild: Saul Loeb/AFP

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Der mögliche Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh muss wegen Vorwürfen, eine Ex-Mitschülerin vor mehr als 30 Jahren sexuell belästigt zu haben, um seine Nominierung bangen. Die heutige Uni-Professorin wirft ihm versuchte Vergewaltigung vor. Er bestreitet den Vorwurf.

In einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der «Washington Post» sagte die heute 51-jährige Christine Blasey Ford, Kavanaugh habe bei einer Party Anfang der 80er Jahre versucht, sie zu vergewaltigen. Die Vorwürfe waren bereits vergangene Woche in US-Medien verbreitet worden, Ford selbst äusserte sich aber erst in dem am Sonntag veröffentlichten Interview.

Die Professorin aus Kalifornien behauptet, Kavanaugh habe sich nach einer Schülerparty Anfang der 1980er Jahre auf sie geworfen und ihr den Mund zugehalten, so dass sie sich nicht durch Schreien habe wehren können. Sie sei davon ihr ganzes Leben psychisch beeinträchtigt gewesen.

Rufe nach Nominierungsstopp

Kavanaugh hatte bereits am Freitag eine Erklärung veröffentlicht, in welcher er die Vorwürfe zurückwies: «Ich weise diesen Vorwurf kategorisch und unmissverständlich zurück. Ich habe dies weder damals in der Schule noch sonst irgendwann getan», erklärte der 53-Jährige.

Kavanaugh ist ein erzkonservativer Jurist, den US-Präsident Donald Trump für eine freigewordene Position am Obersten-US-Gerichtshof vorsah. Supreme-Court-Richter sind in den USA hochpolitische Positionen.

Kavanaugh muss noch vom Senat bestätigt werden. Nach zahlreichen Oppositionspolitikern forderte mit Jeff Flake nun auch erstmals ein Republikaner, den Nominierungsprozess für Kavanaugh im Senat bis zur Klärung der Vorwürfe zu unterbrechen. Die demokratische Senatorin Diane Feinstein erklärte, die US-Bundespolizei FBI müsse in dem Fall nun ermitteln, erst danach könne der Senat den Nominierungsprozess fortführen. (chk/sda)

Erstellt: 17.09.2018, 04:44 Uhr

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