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«Putin hegt einen persönlichen Groll gegen mich»

Hillary Clinton gibt dem russischen Präsidenten persönlich eine Mitschuld an ihrer Wahlniederlage.

«Das ist ein Angriff auf unser Land»: Hillary Clinton über die russischen Hackerangriffe, hier bei einer Veranstaltung Anfang Monat in Washington. (8. Dezember 2016)
«Das ist ein Angriff auf unser Land»: Hillary Clinton über die russischen Hackerangriffe, hier bei einer Veranstaltung Anfang Monat in Washington. (8. Dezember 2016)
Jonathan Ernst, Reuters

Nach den Hackerangriffen während des US-Präsidentschaftswahlkampfs werden die Vorwürfe gegen die russische Führung immer lauter. An seiner Jahresabschluss-Pressekonferenz in Washington machte US-Präsident Barack Obama den russischen Präsidenten Wladimir Putin so deutlich wie noch nie direkt für die Hackerangriffe auf die US-Demokraten verantwortlich und kündigte eine Reaktion an. Die «Washington Post» berichtete, nicht nur die CIA, sondern auch das FBI schreibe die Cyberattacken mittlerweile Russland zu.

Nun hat sich erstmals auch Wahlverliererin Hillary Clinton geäussert. Sie gibt Putin persönlich eine Mitschuld an ihrer Wahlniederlage. Dies berichtet die «New York Times». Ihr Scheitern sei auf zwei «beispiellose» Ereignisse zurückzuführen: die Wiederaufnahme von Ermittlungen zu ihrer E-Mail-Affäre durch den FBI-Chef James Comey elf Tage vor der Wahl und auf den russischen «Angriff gegen unser Land», sagte Clinton der Zeitung zufolge am Donnerstagabend bei einem Abendessen mit Wahlkampf-Spendern in Manhattan. Wegen den FBI-Ermittlungen habe sie Wähler in den Swing-Staaten kurz vor den Wahlen verloren.

Die russischen Hackerattacken richteten sich nicht nur gegen sie und ihr Wahlkampfteam, führte Clinton weiter aus. «Das ist ein Angriff auf unser Land.» Russland versuche, die Integrität der amerikanischen Demokratie und die Sicherheit des Landes zu beeinträchtigen.

Clinton verwies laut «NYT» darauf, dass Putin einen «persönlichen Groll» gegen sie hege. Er habe ihr nie verziehen, dass sie 2011 als amerikanische Aussenministerin die russische Parlamentswahl als manipuliert kritisiert habe.

Auch Regierungssprecher Josh Earnest ging zum Angriff über – er attackierte allerdings Donald Trump, der die CIA-Einschätzungen als lächerlich abgetan hatte. Es sei «offensichtlich», dass Trump von den Aktivitäten Russlands im Wahlkampf gewusst habe. Dazu verwies Earnest auf eine Aufforderung Trumps im Wahlkampf an Russland, fehlende E-Mails von Clinton ausfindig zu machen. Trump hatte danach erklärt, er habe einen Witz gemacht.

AFP/thu

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