Stichwahl

Rechtskonservativer wird Präsident Guatemalas

Alejandro Giammattei hat die Präsidentenwahl in Guatemala gewonnen. Die frühere Präsidentengattin Sandra Torres hatte gegen ihn keine Chance.

Lässt sich von seinen Anhängern feiern: Alejandro Giammattei, der künftige Präsident Guatemalas. (11. August 2019)

Lässt sich von seinen Anhängern feiern: Alejandro Giammattei, der künftige Präsident Guatemalas. (11. August 2019) Bild: Santiago Billy/Keystone

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Der rechtskonservative Politiker Alejandro Giammattei hat die Präsidentenwahl in Guatemala gewonnen. Er entschied die Stichwahl am Sonntag für sich.

Nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der abgegebenen Stimmen lag der frühere Chef der Gefängnisverwaltung laut offiziellen Resultaten mit rund 59 Prozent deutlich vor der früheren Präsidentengattin Sandra Torres. Vertreter von Torres' sozialdemokratischer Partei UNE gestanden umgehend ihre Niederlage ein.

Giammattei wird somit im kommenden Januar für vier Jahre das Amt des Staats- und Regierungschefs als Nachfolger von Jimmy Morales antreten. Die Verfassung erlaubt ihm keine Wiederwahl.

«Wiederaufbau» des Landes

Torres hatte die erste Wahlrunde am 16. Juni mit fast 26 Prozent der Stimmen gewonnen. UNE wurde bei der gleichzeitigen Parlamentswahl die mit Abstand stärkste Kraft im Kongress des mittelamerikanischen Landes. Giammattei kam als Kandidat seiner Partei Vamos auf knapp 14 Prozent. Weil kein Bewerber eine absolute Mehrheit erreichte, kam es zur Stichwahl.

Wegen eines blutigen Einsatzes der Sicherheitskräfte in einer Haftanstalt im Jahr 2006 – während seiner Zeit als Chef der nationalen Gefängnisverwaltung – sass Giammattei fast ein Jahr lang in Untersuchungshaft. Er wurde schliesslich aber freigesprochen. Giammattei war bereits bei den drei vorherigen Präsidentenwahlen angetreten. «Der Moment Gottes ist gekommen», sagte der 63-Jährige auf einer Pressekonferenz am Sonntagabend. «Wir werden das Land wiederaufbauen.» (chk/sda/AFP)

Erstellt: 12.08.2019, 05:37 Uhr

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