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Republikaner fallen auf gefälschte Fotos herein

Nach dem Tod von Bin Laden wurden auch schon bald einige Fotos der Leiche veröffentlicht. Ebenso schnell wurden die Bilder als Fälschung identifiziert - offenbar haben das einige US-Politiker nicht mitbekommen.

Fälschung klar ersichtlich: Bearbeitetes Foto von Osama Bin Laden.
Fälschung klar ersichtlich: Bearbeitetes Foto von Osama Bin Laden.

In der Debatte um die Veröffentlichung eines Fotos der Leiche von Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden sind mehrere republikanische US-Kongressabgeordnete offenbar auf gefälschte Bilder hereingefallen. Der Republikaner Saxby Chambliss sagte gestern zunächst, er habe Fotos der Leiche gesehen. «Sie sahen so aus, wie Sie es erwarten würden, wenn jemandem in den Kopf geschossen wurde», sagte er. «Es war nicht schön.» Seine Sprecherin musste wenig später aber klarstellen, dass Chambliss nicht das offizielle Foto der Leiche gesehen habe.

Auch zwei weitere Senatoren, die wie Chambliss dem Ausschuss der Streitkräfte in der Kongresskammer angehören, mussten ihre Aussage, sie hätten das Bild der Leiche von Bin Laden gesehen, revidieren. Die Republikanerin Kelly Ayotte hatte zunächst gesagt, ein anderer Senator habe ihr das Foto gezeigt und ihr erzählt, es zeige den Kopf und den Oberkörper der Terrorchefs. «Wenn man das Bild sieht, erkennt man deutlich seine Züge», sagte sie. In einer Erklärung musste sie später aber einräumen: «Ich weiss nicht, ob es (das Foto) echt war.»

Der Republikaner Scott Brown hatte bereits gegenüber mehreren Medien aus seinem Heimatbundesstaat Massachusetts berichtet, er habe offizielle Fotos der Leiche von Bin Laden gesehen. Der Fernsehsender Necn aktualisierte wenig später aber einen Beitrag um die Ergänzung, Browns Büro habe mitgeteilt, dass die Fotos, von denen der Senator gesprochen habe, «nicht echt» seien. US-Präsident Barack Obama hatte gestern entschieden, dass keine Fotos des getöteten Al-Qaida-Chefs veröffentlicht werden.

AFP/mrs

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