Republikaner fordern Aussage von Bidens Sohn und Whistleblower

Hunter Biden sowie weitere Zeugen sollen in den Ermittlungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump öffentlich aussagen.

Joe und Hunter Biden bei einem Basketballspiel in Washington. (Archiv)

Joe und Hunter Biden bei einem Basketballspiel in Washington. (Archiv) Bild: Alexis C. Glenn/Keystone

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Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben die Aussage des Sohns von Ex-Vizepräsident Joe Biden, Hunter Biden, und des anonymen Hinweisgebers in der Ukraine-Affäre gefordert. Die oppositionellen Demokraten führen Ermittlungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump und haben bereits mehrere Zeugen hinter verschlossenen Türen befragt.

Sollte der Forderung der Republikaner nicht nachgekommen werden, sei das ein Beweis dafür, dass sich die Demokraten weigerten, einen fairen und gerechten Prozess zu führen, hiess es in einem Schreiben der Republikaner von Samstag an Adam Schiff, der die Untersuchungen der Demokraten leitet.

Die Republikaner bezeichnen die Untersuchungen der Demokraten als einseitig und kritisieren, dass sie als Minderheit im Repräsentantenhaus Zeugen selbst lediglich vorschlagen, aber nicht vorladen können.

Der anonyme Whistleblower hatte mit einer Beschwerde an ein internes Kontrollgremium der US-Geheimdienste die Affäre um einen möglichen Machtmissbrauch Trumps im September ins Rollen gebracht. Die Demokraten werfen dem Präsidenten vor, er habe die ukrainische Regierung dazu bringen wollen, sich zu seinen Gunsten in den US-Wahlkampf einzumischen. Kommende Woche wollen sie erstmals Zeugen öffentlich befragen.

Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj in einem Ende Juli geführten Telefonat zu Ermittlungen ermuntert, die Trumps Gegner Biden von den Demokraten schaden könnten.

Trump wirft Biden und dessen Sohn Korruption vor. Hunter Biden war bis vergangenen April bei einem ukrainischen Gaskonzern tätig, gegen den zeitweise ermittelt wurde. Joe Biden gehört zu den aussichtsreichsten Bewerbern um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bei der Wahl im November 2020, bei der Trump für die Republikaner zur Wiederwahl antritt. (nag/sda)

Erstellt: 09.11.2019, 19:08 Uhr

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