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Roboter sind günstiger als Mitarbeiter

Landesweite Demonstrationen in den USA fordern einen höheren Mindestlohn. Dies werde aber dazu führen, dass uns die Pommes frites bald von Robotern serviert würden.

McDonald's unter Beschuss: Protest vor einer Filiale in Los Angeles. (14. April 2016)
McDonald's unter Beschuss: Protest vor einer Filiale in Los Angeles. (14. April 2016)
Richard Vogel, Keystone

Laut dem ehemaligen McDonald's-CEO der USA, Ed Rensi, ist es «günstiger, einen Roboterarm für 35'000 Dollar anzuschaffen, als jemanden einzustellen, der ineffizient für 15 Dollar die Stunde Pommes frites einpackt», wie er «Fox Business» erzählt.

Er reagiert dabei auf die landesweiten Demonstrationen von amerikanischen Arbeitern, die eine Mindestlohnerhöhung auf 15 Dollar fordern. Die Proteste sollen auf die finanzielle Abhängigkeit der Arbeiter von staatlichen Hilfsgeldern aufmerksam machen, wie die «International Business Times» berichtete.

Denn ein rein durch den Lohn finanziertes Leben sei durch die zu tief angesetzten Löhne nicht möglich. Zurzeit ist der Mindestlohn bei 7,25 Dollar angesetzt, der von 1,3 Millionen Amerikanern bezogen wird. Ganze 1,7 Millionen verdienten im Jahr 2014 jedoch sogar noch weniger.

Höherer Mindestlohn führe zu Jobverlust

Doch Rensi sieht die Forderung nach einem neuen Mindestlohn nicht als Lösung, sondern sogar als eine Intensivierung des Problems. So sei eine Erhöhung des Stundenlohnes «unsinnig, äussert destruktiv, inflationär und wird zu einem unvorstellbaren Arbeitsplatzverlust in den USA führen».

Er sieht keinen anderen Ausweg, da den Fast-Food-Franchises das Geld fehlen würde und sie dadurch gezwungen würden, Mitarbeiter gegen Roboter auszutauschen. Im Gegensatz zum Unternehmen selbst würden «die Franchise-Unternehmen von McDonald's (...) keinen Millionenprofit erzielen», wird Rensi von «International Business Times» zitiert.

Seiner Meinung nach soll der Mindestlohn auch nicht mehr vom Staat, sondern von den einzelnen Staaten reguliert werden: «Die Staaten sollen sich darum kümmern, weil sie mehr darüber wissen, was vor Ort geschieht, als irgendeiner in Washington D.C.»

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