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Romneys Playboy

Stuart Stevens orchestriert Mitt Romneys Wahlkampf. Im Vergleich zu Obamas Chefstratege David Axelrod ist er der pure Gegenentwurf: Ein Dilettant, Egozentriker und Abenteurer.

Gerissen und gut gekleidet: Stuart Stevens auf dem Cover von «The New Republic».
Gerissen und gut gekleidet: Stuart Stevens auf dem Cover von «The New Republic».
PD
Ein harter Hund: Mitt Romneys Chefstratege Stuart Stevens (Aufnahme vom 20. Juli 2012).
Ein harter Hund: Mitt Romneys Chefstratege Stuart Stevens (Aufnahme vom 20. Juli 2012).
Keystone
Der nette Mann von nebenan: Obamas Wahlkampfleiter David Axelrod ist eine eher unscheinbare Figur. Hier liest er Kindern aus einem Kinderbuch vor. (Aufnahme vom 30. Juni 2009).
Der nette Mann von nebenan: Obamas Wahlkampfleiter David Axelrod ist eine eher unscheinbare Figur. Hier liest er Kindern aus einem Kinderbuch vor. (Aufnahme vom 30. Juni 2009).
Keystone
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Abseits der Politik sind sich die beiden Kandidaten im US-Wahlkampf eigentlich recht ähnlich: gross, schlank, fit, gescheit, verheiratet mit ihrer ersten Liebe, Kinder, Hund, strikte Abstinenzler. Nur Barack Obama gönnt sich das Laster des Tabaks, und auch das nur hinter verschlossener Tür.

Doch die beiden Männer hinter Obama und Mitt Romney könnten vom Naturell her unterschiedlicher nicht sein. Auf der Seite von Obama führt David Axelrod den Wahlkampf. Obamas Chefstratege mit dem freundlichen Schnauzbart gilt als Idealist ohne Starallüren, der eine Lederjacke anziehen muss, um auf der Titelseite des «New York Times Magazine» wie ein harter Bursche auszusehen. Axelrod fällt kaum auf. Trägt mit Vorliebe Schwarz und hält sich möglichst im Hintergrund. Axelrods Gegenentwurf heisst Stuart Stevens, ein Bonvivant mit Silberblick. Stevens ist der Mann, der die Reputationsschäden Romneys in Grenzen hält und aus dem unbeholfenen Buchhaltertyp einen volksnahen Präsidenten zu formen versucht.

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