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Royal mit Käse

Trump lädt die College-Football-Meister zum Essen ins Weisse Haus ein. Weil dessen Küche geschlossen ist, gibts Fast Food vom Kurier.

Burger statt Häppchen: Trump servierte Fastfood auf Silbertabletts. Video: Reuters

Es gehen einem tausend Dinge durch den Kopf, wenn man dieses Video sieht. Der mächtigste Mann der Welt steht hinter einem Buffettisch und während ein Mitarbeiter noch schnell die Kerzen anzündet, spricht Donald Trump über das, was er, bezahlt von seinem eigenen Geld, gleich der Mannschaft kredenzen wird, die vergangene Woche die College-Football-Meisterschaft gewonnen hat und die er jetzt hier ins Weisse Haus eingeladen hat.

Trump hat 300 Burger kommen lassen, man sieht Stapel von Big-Mac-Schachteln auf dem Tisch, ausserdem die Konkurrenzprodukte von Burger King und Wendy's sowie, wie der Präsident ankündigt, Pizza und Pommes – eine kleine Leistungsschau der US-Fastfood-Industrie. «Great american food», sagt Trump.

Donald allein zu Haus

Wegen des Shutdowns der US-Regierung bleibt offenbar auch die Küche im Weissen Haus kalt – und Trump wäre nicht Trump, wenn er das nicht für Eigen-PR nutzen würde. Donald allein zu Haus und niemand, der den Kühlschrank auffüllt. Da muss eben improvisiert werden, wenn sich Gäste ankündigen.

«Es ist wegen des Shutdowns, wie Sie wissen»: US-Präsident Donald Trump mit den Salaten und Burgern. (14. Januar 2019)
«Es ist wegen des Shutdowns, wie Sie wissen»: US-Präsident Donald Trump mit den Salaten und Burgern. (14. Januar 2019)
Susan Walsh, Keystone
Die Nachwuchs-Footballer lassen sich nicht zweimal bitten und machen gleich noch ein Foto des Dinners.
Die Nachwuchs-Footballer lassen sich nicht zweimal bitten und machen gleich noch ein Foto des Dinners.
Susan Walsh, Keystone
«Wenn es amerikanisch ist, mag ich es»: Trump auf die Frage, ob er Burger von McDonald's oder Wendy's bevorzugt.
«Wenn es amerikanisch ist, mag ich es»: Trump auf die Frage, ob er Burger von McDonald's oder Wendy's bevorzugt.
Susan Walsh, Keystone
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Da einige «sehr grosse Personen» gekommen seien, «die gerne essen, denke ich», sagt Trump. Wie ein Gedankenblitz kommt einem der Dialog aus dem Tarantino-Film «Pulp Fiction» in den Sinn. «Der Grundstein eines jeden guten Frühstücks», sagt der Auftragskiller Jules in der Eingangsszene, bevor er in den Cheeseburger beisst, mit lautem, sehr langem Schlürfen die Sprite austrinkt und sein Opfer erschiesst. Zuvor im Auto haben er und Kollege Vincent darüber philosophiert, warum ein «Quarter Pounder» von McDonald's in Europa «Royal mit Käse» heisst. Wegen des metrischen Systems, klar.

«So lange es amerikanisch ist, ist es gut»

Zurück zu Trump, der, wie er so hinter dem Buffet steht, vor sich die gestapelten Burger, aussieht wie der Filialleiter eines neu eröffneten Burgerladens, der stolz durch seine renovierten Räumlichkeiten führt. Der Präsident sagt ein paar Worte zu den anwesenden Journalisten, beantwortet auch die Frage, was er lieber mag, Wendy's oder McDonald's («Ich mag sie alle, so lange es amerikanisch ist, ist es gut»), das Ganze dauert ein paar Minuten und währenddessen liegen die Big Macs in ihren Kartonschachteln auf den Tabletts und werden kalt.

Auf Twitter fragen manche, ob Burger, Pizza und Pommes frites ernährungsmässig nicht etwas ungünstig seien für Sportler. Aber hey, gab ja auch Salat dazu.

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