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Rückschlag für Gingrich und Perry

Die beiden Republikaner geraten im US-Präsidentschaftsrennen ins Stolpern. Ausgerechnet im wichtigen Bundesstaat Virginia dürfen sie nicht an den Vorwahlen teilnehmen. Das hat Folgen.

Aus Virginia ausgeschlossen: Die republikanischen Präsidentschaftsbewerber Newt Gingrich und Rick Perry (von links).
Aus Virginia ausgeschlossen: Die republikanischen Präsidentschaftsbewerber Newt Gingrich und Rick Perry (von links).
Keystone
Newt Gingrich war gerade in den letzten Wochen zum neuen Favoriten unter den Republikanern aufgestiegen.
Newt Gingrich war gerade in den letzten Wochen zum neuen Favoriten unter den Republikanern aufgestiegen.
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Mitt Romney, ein weiterer Favorit im republikanischen Rennen, darf bei den Vorwahlen in Virginia teilnehmen.
Mitt Romney, ein weiterer Favorit im republikanischen Rennen, darf bei den Vorwahlen in Virginia teilnehmen.
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Die republikanischen Präsidentschaftsbewerber Newt Gingrich und Rick Perry hätten nicht die nötigen 10'000 Unterschriften vorlegen können, um bei den Vorwahlen am 6. März im Bundesstaat Virginia anzutreten, teilte die republikanische Partei in dem Ostküstenstaat am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Nach Informationen der «Washington Post» hatten die Wahlkampfteams beider Politiker versichert, mehr als 11'000 Unterschriften für die Vorwahlen in Virginia hinterlegt zu haben. Das wurde von den Verantwortlichen in Virginia jedoch bestritten. Zu viele Unterschriften waren offensichtlich ungültig.

Die härtesten Konkurrenten Mitt Romney, Ex-Gouverneur von Massachusetts, und der Kongressabgeordnete Ron Paul sind bei der Virginia-Wahl hingegen dabei. Die momentan aussichtslosen Bewerber Jon Huntsman, Michele Bachmann und Rick Santorum schafften es dagegen ebenfalls nicht auf den Wahlzettel.

Virginia kommt bei den Vorwahlen der Republikaner eine Schlüsselrolle zu. In der Regel wird dort bei der Präsidentenwahl für republikanische Kandidaten gestimmt; 2008 jedoch konnte der Demokrat Barack Obama dort gewinnen.

Empfindlicher Schlag

Für Gingrich dies ein harter Rückschlag, denn ausgerechnet in Virginia lag er in den Umfragen vorne. «Das ist eine Katastrophe für Gingrich», sagt der Politologe Larry J. Sabato gegenüber der «New York Times». Es sende ein weiteres Signal aus, dass Gingrich unfähig sei, seine Kampagne zu organisieren. Zusammen mit Romney gilt Gingrich bei den Republikanern als der Bewerber mit den grössten Chancen, bei der Präsidentenwahl im Herbst 2012 Herausforderer von Amtsinhaber Obama zu werden.

Gingrich und Perry müssen nun im Nominierungsprozess auf die vielen Delegiertenstimmen aus Virginia verzichten, die im Falle eines ganz knappen Rennens entscheidend sein könnten. Insbesondere für Gingrich, der das Bewerberfeld zur Zeit in vielen Umfragen anführt, könnte dies ein empfindlicher Schlag sein.

Gerade bei den Wählern in Staaten wie Iowa, New Hampshire, South Carolina oder Florida, welche bei den Vorwahlen vor Virginia dran sind, könnte dies zu einem Umdenken führen. Denn niemand wird bei den Vorwahlen für einen Kandidaten stimmen, der in einem Schlüsselstaat wie Virginia nicht antreten darf.

Kompliziertes Prozedere

Die Vorwahlen in den USA sind eine ganz besondere Form der basisdemokratischen Kandidatenkür. Da Obama erneut antritt, durchlaufen nur die republikanischen Bewerber das komplizierte Abstimmungsverfahren.

Nach dem Auftakt am 3. Januar in Iowa folgen Vorwahlen in dichtem Takt, ehe am 6. März in mehr als zehn Bundesstaaten, darunter Virginia, abgestimmt wird. Bei diesem «Super Tuesday» (Super- Dienstag) kristallisiert sich oft ein klarer Favorit heraus.

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