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Skandalpolitiker Weiner verliert Wahlen – und Nerven

Der durch einen Sexskandal in Verruf geratene Anthony Weiner ist bei der Bürgermeisterschaftswahl in New York gescheitert. Seinen Frust stellte er anschliessend öffentlich zur Schau.

Geste des Frusts: Anthony Weiner. (Foto: Twitter.com)
Geste des Frusts: Anthony Weiner. (Foto: Twitter.com)
Keystone

Der wegen eines Sexskandals aus dem Kongress ausgeschiedene US-Politiker Anthony Weiner hat vorerst keine Chance mehr auf das Amt des Bürgermeisters von New York. Weiner belegte bei der gestrigen Vorwahl nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen den letzten Platz der fünf demokratischen Kandidaten. Nach der Verkündung des Resultats musste Weiner seinem Frust offenbar freien Lauf lassen: Einem Reporter, der ihn bis zu seinem Auto folgte, zeigte er durch die Scheibe den Mittelfinger, berichtet «CNN».

Der 49-Jährige darf bei der Bürgermeisterwahl im November nicht mehr antreten. Auf dem ersten Rang landeten für die Republikaner der frühere Chef der New Yorker Verkehrsbehörde, Joseph Lhota, und für die Demokraten der derzeitige Bürgerbeauftragte der Millionenmetropole, Bill de Blasio.

Weiterer Skandalpolitiker aus dem Rennen

Ob de Blasio sich noch bei einer Stichwahl mit dem Zweitplatzierten William Thompson messen muss, wird sich aufgrund des knappen Ergebnisses erst nach Auszählung aller Stimmen ergeben.

Neben Weiner flog bei den Vorwahlen noch ein weiterer demokratischer Skandalpolitiker aus dem Rennen: Der wegen einer Prostituiertenaffäre 2008 von seinem Amt als New Yorker Gouverneur zurückgetretene Eliot Spitzer wollte Finanzchef der Stadt werden, konnte aber nicht genügend Stimmen einsammeln.

Stattdessen darf sein Gegenkandidat Scott Stringer, derzeit Bezirksbürgermeister von Manhattan, bei der Wahl im November als demokratischer Kandidat für das Amt antreten.

SDA

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