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Snowden: CIA lockte Genfer Banker in die Falle

Das Geständnis von NSA-Whistleblower Edward Snowden enthält eine brisante Anekdote: Mit einem Trick soll die CIA an geheime Schweizer Bankinformationen gelangt sein. Und jetzt taucht auch der Name Bradley Birkenfeld auf.

Der Grüne Hans-Christian Ströbele traf sich Ende Oktober mit Whistleblower Edward Snowden. Aber viele EU-Abgeordnete fürchten sich vor dem Zorn der USA.
Der Grüne Hans-Christian Ströbele traf sich Ende Oktober mit Whistleblower Edward Snowden. Aber viele EU-Abgeordnete fürchten sich vor dem Zorn der USA.
Hans-Christian Ströbele Office, Keystone
Floh nach seinen Enthüllungen nach Russland: Edward Snowden, hier noch in Hongkong. (9. Juni 2013)
Floh nach seinen Enthüllungen nach Russland: Edward Snowden, hier noch in Hongkong. (9. Juni 2013)
Keystone
An ihn wandte sich der 29-Jährige mit seinen brisanten Informationen: Glenn Greenwald, Journalist des britischen «Guardian», gibt selber ein Interview. (10. Juni 2013)
An ihn wandte sich der 29-Jährige mit seinen brisanten Informationen: Glenn Greenwald, Journalist des britischen «Guardian», gibt selber ein Interview. (10. Juni 2013)
Keystone
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Das Interview, in dem Edward Snowden sich als Quelle des US-Überwachungsskandals enttarnt, geht um die Welt. Er erklärt darin seinen Werdegang und warum er sich entschloss, mit den Informationen über die Datensammlung der National Security Agency (NSA) an die Öffentlichkeit zu gehen. Entscheidend seien die Erfahrungen gewesen, die er als IT-Mitarbeiter der CIA in Genf gemacht habe.

Die Methoden des Geheimdienstes hätten ihn entsetzt, so Snowden. Besonders schockierend fand er den Fall eines Schweizer Bankers, der 2007 von der CIA in eine Falle gelockt worden sei, wie die britische Zeitung «The Guardian» schreibt.

Agenten hätten den Auftrag erhalten, ihn zu rekrutieren, um an geheime Schweizer Bankinformationen zu gelangen. Sie taten dies laut Snowden, indem sie ihn zunächst betrunken machten und ihn dann dazu brachten, mit dem Auto nach Hause zu fahren. Als der Banker in eine Polizeikontrolle geriet, wurde er festgenommen.

Birkenfeld war damals in Genf aktiv

Im Gefängnis bekam der Banker dann Besuch von einem CIA-Undercoveragenten: Dieser bot ihm seine Hilfe an, gewann sein Vertrauen – und rekrutierte ihn schliesslich für seine Zwecke. Die Versuche der Amerikaner, Einblicke in das Schweizer Bankensystem zu erlangen, erschienen so in einem neuen Licht, schreibt das Finanzportal Finews.ch.

Finews.ch geht in seinen Spekulationen noch weiter und fragt sich: Wer war der Banker, der von der CIA in die Falle gelockt wurde? Es könnte sich um den UBS-Whistleblower Bradley Birkenfeld handeln, so das Portal. Er sei 2007 in Genf stationiert gewesen und habe damals begonnen, erste Informationen an die US-Behörden weiterzuleiten. Es liege nun an den Schweizer Behörden, zu klären, ob in jener Phase auch ein entsprechendes Alkoholstrassendelikt verzeichnet worden sei.

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