So läuft die Amtseinsetzung

Heute übernimmt Donald Trump das Amt des US-Präsidenten von Barack Obama. Die Zeremonie beginnt vor dem Capitol.

Washington erwartet die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump – und die zahlreichen angekündigten Proteste. Die Polizei in der amerikanischen Hauptstadt rechnet mit rund 900'000 Anhängern und Gegnern des Republikaners, der heute Freitag seinen Amtseid auf den Stufen des Capitols ablegt, danach seine erste Rede als Präsident hält und die feierliche Parade zurück zum Weissen Haus anführt.

Rund 30 Gruppen haben Kundgebungen für oder gegen den Republikaner angekündigt. Die Organisatoren erwarten rund 270'000 Teilnehmer bei Aktionen vor, während und nach der Vereidigung. Die Polizei ist mit 28'000 Männern und Frauen im Einsatz, Absperrungen säumen die Strassen im Zentrum Washingtons auf einer Länge von rund acht Kilometern. Zudem werden in der Hauptstadt zahlreiche Strassensperren errichtet und mit Sand beladene Lastwagen als Barrikaden zum Schutz vor Anschlägen aufgestellt.

Die wichtigste Aufgabe der Sicherheitskräfte werde es sein, Zusammenstösse zwischen Anhängern und Gegnern Trumps zu verhindern, sagte der scheidende Heimatschutzminister Jeh Johnson. «Unsere Sorge ist, dass sie sich nicht gut miteinander vertragen, wenn sie aufeinanderprallen.»

Mehr als drei Dutzend Abgeordnete aus den Reihen der Demokratischen Partei werden die Zeremonie aus Protest gegen Donald Trump boykottieren. Die meisten Mitglieder von Senat und Repräsentantenhaus, die obersten Richter des Landes und das Diplomatische Korps nehmen jedoch teil. Die bei der Präsidentenwahl unterlegene Hillary Clinton, deren Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, sowie die ehemaligen Präsidenten George W. Bush und Jimmy Carter haben ihr Kommen zugesagt. Auch die Obamas werden da sein.

Vor der Amtseinführung werden der scheidende Präsident und seine Frau Michelle Donald Trump und die künftige First Lady Melania im Weissen Haus empfangen. Anschliessend brechen sie gemeinsam zum Capitol auf, wo Trump den Amtseid ablegt und seine Rede hält. (Reuters)

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 20.01.2017, 07:34 Uhr

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