Zum Hauptinhalt springen

Spanischer Ex-Regierungschef verärgert Venezuelas Maduro

Weil der frühere spanische Sozialistenchef González von einer kolumbianischen Maschine aus Caracas ausgeflogen wurde, platzte dem venezolanischen Staatschef der Kragen.

Wirbelt in Venezuela ganz schön Staub auf: Der frühere spanische Regierungschef Felipe González in Caracas. (8. Juni 2015)
Wirbelt in Venezuela ganz schön Staub auf: Der frühere spanische Regierungschef Felipe González in Caracas. (8. Juni 2015)

Die Ausreise des früheren spanischen Regierungschefs Felipe González aus Venezuela mit einer kolumbianischen Militärmaschine hat diplomatische Spannungen ausgelöst. Die venezolanische Regierung bestellte am Dienstag den kolumbianischen Botschafter in Caracas ein.

Staatschef Nicolás Maduro erklärte, er verlange «klare Erklärungen» für die Bereitstellung einer «Präsidentenmaschine». Schliesslich sei González nach Caracas gekommen, «um die venezolanischen Institutionen anzuzweifeln und eine extremistische Gruppe zu unterstützen, die versucht hat, mich zu stürzen».

González wollte Oppositionelle unterstützen

Der frühere spanische Sozialistenchef und ausgebildete Jurist war am Sonntag in Venezuela eingetroffen, um als externer Vermittler Oppositionelle in dem südamerikanischen Land zu unterstützen. Er traf mehrere Oppositionspolitiker, wurde aber nicht zu dem inhaftierten Oppositionsführer Leopoldo López gelassen.

Die sozialistische Regierung wirft López vor, zu gewaltsamen Protesten angestachelt zu haben, bei denen im vergangenen Jahr 43 Menschen getötet und hunderte verletzt worden waren. López wurde im Februar 2014 festgenommen und sitzt seither in einem Militärgefängnis nahe Caracas. Seit zwei Wochen befindet er sich nach eigenen Angaben im Hungerstreik.

«Persona non grata»

González besuchte am Sonntag den Bürgermeister von Caracas, Antonio Ledezma, der am 19. Febuar wegen Verschwörung zu einem Staatsstreich festgenommen worden war und derzeit unter Hausarrest steht.

Die sozialistische Mehrheit des venezolanischen Parlaments hatte González zur «persona non grata» erklärt. Staatschef Nicolás Maduro kritisierte den Besuch als Provokation der internationalen Rechten.

AFP/sda/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch