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Terrorismus lässt Amerikaner zunehmend kalt

Nach Jahren der Angst schauen Experten erstmals optimistisch in die Zukunft. Viele glauben, die Terror-Gefahr für die USA habe abgenommen.

11. September 2001, 9.03 Uhr: Das zweite von islamistischen Terroristen entführte Flugzeug fliegt in den Südturm.
11. September 2001, 9.03 Uhr: Das zweite von islamistischen Terroristen entführte Flugzeug fliegt in den Südturm.
Keystone
Beide Türme des World Trade Centers sind getroffen.
Beide Türme des World Trade Centers sind getroffen.
Keystone
Der Ground Zero im September 2010.
Der Ground Zero im September 2010.
Keystone
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Die USA sind sieben Jahre nach den Terroranschlägen vom 9/11 mit sich selbst beschäftigt: Die Finanzkrise, steigende Benzin- und Lebensmittelpreise und die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen haben die Amerikaner vom Thema Nummer 1 der letzten Jahre abgelenkt: Dem Terror. Die nationale Sicherheit schafft es gerade noch auf Platz 10 der US-Sorgenliste, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie festhält – hinter dem Budgetdefizit und der Gesundheitsvorsorge.

Nicht ohne Grund: Die Lage an der Terrorismus-Front hat sich beruhigt. Das sagt zumindest das Heer der US-amerikanischen Terror-Experten, die erstmals seit Jahren Entwarnung geben. Im jüngsten «Terrorismusindex» des angesehenen Magazins «Foreign Policy» glauben nur noch 55 Prozent von über 100 befragten Politberatern, CIA-Beamten und Generälen, für die USA wachse die Bedrohung durch terroristische Netzwerke. Das sind knapp 30 Prozent weniger als vor einem Jahr: Damals waren 83 Prozent der Befragten dieser Meinung.

Im Irak gehts aufwärts

Auch die Siegeschancen im Krieg gegen den Terror bewerten die Experten heute um einiges besser als im Vorjahr: 21 gegenüber 6 Prozent. Dieser Optimismus hängt eng mit den US-Truppenverstärkungen im Irak zusammen: 60 Prozent finden, dies habe den Kriegsverlauf zugunsten der Amerikaner beeinflusst. Doch ganz ohne Sorgen sind die Experten nicht. Mehr als zwei Drittel der Befragten fordern die Regierung auf, mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken, wo in letzter Zeit Überfälle auf die westlichen Truppen zunehmen.

Ein weiteres Sorgenkind ist Pakistan: Befürchtete vor einem Jahr nur jeder dritte Experte, Pakistan könnte zum nächsten Bollwerk von Al Qaida werden, ist es heute schon jeder Zweite. Diese Furcht ist nicht unbegründet. Al-Qaida-Kämpfer und Taliban haben in den unkontrollierten Stammesgebieten an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan einen idealen Rückzugsort gefunden.

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