Trump bat Staatschefs um Hilfe bei Russland-Affäre

Die US-Regierung nahm Kontakt mit Australien, Grossbritannien und Italien auf. Laut Zeitungsbericht will Trump so die Russland-Untersuchung diskreditieren.

Es ist unklar, mit welchen Ländern er sonst noch Kontakt aufgenommen hat: US-Präsident Donald Trump. (30. September 2019)

Es ist unklar, mit welchen Ländern er sonst noch Kontakt aufgenommen hat: US-Präsident Donald Trump. (30. September 2019) Bild: Chris Kleponis/Keystone

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US-Präsident Donald Trump hat ausländische Staats- und Regierungschefs um Hilfe bei Ermittlungen in der Russland-Affäre gebeten. Sie sollten dazu in Kontakt mit Justizminister William Barr treten, sagte eine Sprecherin des US-Justizministeriums am Montag.

Allerdings gab es keine Details zu den beteiligten Ländern. Einer von Trumps Gesprächspartnern war der australische Premierminister Scott Morrison, wie ein Sprecher der australischen Regierung dem Sender ABC sagte. Man sei immer bereit, «bei den Bemühungen zu helfen, die dazu beitragen, die untersuchten Angelegenheiten näher zu beleuchten».

Morrison habe diese Bereitschaft im Gespräch mit dem Präsidenten bekräftigt. Australien spielt eine wichtige Rolle: Die US-Bundespolizei FBI hatte ihre Ermittlungen zur russischen Wahlkampfeinmischung nach einem Hinweis eines australischen Diplomaten in Grossbritannien eingeleitet.

Nachteil für Clinton?

Der Zeitung «Washington Post» zufolge kontaktierte Barr britische Geheimdienstmitarbeiter und italienische Behörden. Die «New York Times» berichtete, Trump wolle die inzwischen abgeschlossene Russland-Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller diskreditieren.

Dieser hatte geprüft, ob es geheime Absprachen zwischen Russland und Trumps republikanischem Wahlkampfteam zum Nachteil der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton gab. Er kam zu dem Schluss, dass die russische Regierung versucht hatte, sich in die Wahl einzumischen. Mueller entlastete Trump nicht völlig von dem Vorwurf der Justizbehinderung. Trump hat jedes Fehlerverhalten zurückgewiesen. (chk/sda)

Erstellt: 01.10.2019, 04:48 Uhr

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