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Trump pfeift seinen Aussenminister zurück

Der US-Präsident hat Mike Pompeo angewiesen, seinen für nächste Woche geplanten Besuch in Nordkorea abzusagen.

Verschobenener Trip: Donald Trump (r.) lässt Mike Pompeo vorerst nicht nach Nordkorea reisen. (16. August 2018)
Verschobenener Trip: Donald Trump (r.) lässt Mike Pompeo vorerst nicht nach Nordkorea reisen. (16. August 2018)
Andrew Harnik (AP), Keystone

Donald Trump gab als Begründung am Freitag auf Twitter an: «Ich habe das Gefühl, wir machen nicht ausreichend Fortschritte in Bezug auf die atomare Abrüstung.» Aussenminister Mike Pompeo hatte am Vortag erklärt, er werde gemeinsam mit dem neu ernannten Sondergesandten für Nordkorea, Stephen Biegun, nach Nordkorea reisen und dort Gespräche führen, um Trumps Zielsetzung voranzutreiben.

Als einen Grund für die mangelnden Fortschritte nannte Trump die zögerliche Hilfe aus China. Wegen des Handelsstreits mit den USA sei die Bereitschaft Chinas, Druck auf Pyongyang auszuüben, gesunken. Pompeo werde in näherer Zukunft nach Nordkorea reisen, höchstwahrscheinlich sobald der Handelsstreit mit China gelöst sei, schrieb der US-Präsident.

Trump sandte gleichzeitig seine «wärmsten Grüsse» an Machthaber Kim Jong Un, mit dem er am 12. Juni zu einem historischen Gipfeltreffen in Singapur zusammengekommen war. Er freue sich darauf, diesen bald wieder zu treffen.

Beim viel beachteten Gipfeltreffen von Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un Mitte Juni in Singapur hatte der nordkoreanische Machthaber zwar einer «Denuklearisierung» seines Landes zugestimmt. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmassnahmen wurden jedoch nicht genannt, weshalb die Vereinbarung vielfach als zu vage kritisiert wird.

Der Streit um das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenarsenal gilt als einer der gefährlichsten Konflikte der Welt. Seit Jahren versucht die internationale Gemeinschaft, die Führung in Pyongyang zum Verzicht auf die atomare Aufrüstung zu bewegen.

sda/afp/fal

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