Trump schuldet der Deutschen Bank über 100 Millionen Dollar

US-Präsident Trump hat Teile seiner Finanzen aus 2016 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass er 565 Einzelfirmen besitzt und Schulden in Millionenhöhe hat.

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US-Präsident Donald Trump gewährt lange geforderte Einblicke in seine Finanzen – allerdings in nur einen kleinen Teil. Aus den Unterlagen geht hervor, das die Trump-Hotels ihre Umsätze steigern konnten. Die Steuerunterlagen Trumps bleiben jedoch unter Verschluss.

Aus den Unterlagen, die das Büro für Regierungsethik am Freitag veröffentlichte, geht hervor, dass Trump über ein Firmengeflecht von 565 Einzelfirmen verfügt und am 19. Januar dieses Jahres – einen Tag vor seiner Amtseinführung - von rund 500 geschäftsführenden Positionen zurücktrat. In dem Dokument heisst es zudem, dass das Trump Hotel in Washington in den ersten Monaten seit seiner Eröffnung fast 20 Millionen Dollar erwirtschaftete. Und auch Trumps Mar-a-Lago-Privatclub konnte seine Erträge steigern.

315 Millionen Dollar Schulden

Demnach hatte der Privatclub in Florida, in dem Trump bereits mehrmals ausländische Staatsgäste empfing, einen Ertrag von rund 37 Millionen Dollar – im Finanzbericht vom Mai 2016 waren es noch rund 30 Millionen Dollar. Aus dem Dokument des Ethikbüros geht zudem hervor, dass Trumps Firmen rund 315 Millionen Dollar an Schulden hatten. Die Unterlagen beziehen sich auf den Zeitraum von Januar 2016 bis Frühjahr 2017.

Das Trump International Hotel, unweit des Weissen Hauses in Washington, diente seit seiner Eröffnung im vergangenen Herbst nicht nur als zentrale Stelle während der Feier zur Amtseinführung Trumps, sondern beherbergte auch eine Reihe von diplomatischen Veranstaltungen. Das Hotel ist Gegenstand mehrerer Klagen, in welchen Trump vorgeworfen wird, gegen die sogenannte Dienstbezüge-Klausel der Verfassung zu verstossen, da er durch das Hotel mutmasslich Zahlungen erhalte. Trump und das Justizministerium weisen die Vorwürfe bisher zurück.

Vermögen ist in Trust-Fond angelegt

Trump machte die Angaben freiwillig, eine ausführliche Offenlegung seiner Steuerunterlagen bleibt der US-Präsident jedoch weiterhin schuldig. Traditionell veröffentlichen die Kandidaten für das Amt des Präsidenten bereits im Wahlkampf ihre Einkommenserklärungen. Die nun veröffentlichten Unterlagen geben jedoch erstmals einen Einblick in die Finanzen der Trump Organization, nachdem deren Langzeit-Geschäftsführer Präsident wurde.

In dem Dokument sind zudem Angaben zu Schulden aufgeführt. Demnach schuldet Trump der Deutschen Bank mehr als 100 Millionen Dollar und einen ähnlichen Betrag an Ladder Capital Finance, einer Investitionsgesellschaft für Immobilien in New York. Als Trump im Januar das Präsidentenamt übernahm, übergab er die Zügel seines Immobilienunternehmens an seine zwei erwachsenen Söhne und einen weiteren Geschäftsführer. Aber Trump stiess seine Anteile nicht ab, stattdessen legte er sein Vermögen in einem Trust-Fond ab, der von seinem Sohn Donald Trump Jr. geführt wird. (foa/sda)

Erstellt: 17.06.2017, 05:30 Uhr

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