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Trump soll Putins Spion sein

Donald Trump äussert sich im Bezug auf Wladimir Putin immer wieder widersprüchlich. Ein ehemaliger CIA-Direktor will mehr wissen und behauptet Putin manipuliere Trump.

Könnte unbewusst eine Marionette Putins sein: Der republikanische Präsidenschaftskandidat Donald Trump lächelt während einer Wahlkampfrede im Ocean Zenter in Daytona Beach, Florida. (3. August 2016)
Könnte unbewusst eine Marionette Putins sein: Der republikanische Präsidenschaftskandidat Donald Trump lächelt während einer Wahlkampfrede im Ocean Zenter in Daytona Beach, Florida. (3. August 2016)
AP Photo/Evan Vucci, Keystone

«Trump könnte eine Bedrohung für unsere nationale Sicherheit werden», das schreibt Michael J. Morell in seinem Kommentar für «The New York Times». Der ehemalige CIA-Direktor hat während 33 Jahren im Dienste der CIA für Präsidenten beider Parteien gearbeitet; An der Seite von George W. Bush während den Angriffen am 11. September 2001 und auch zehn Jahre später als Osama bin Laden unter der Führung von Barack Obama getötet wurde. «Ich gehörte in dieser Zeit keiner Partei an», sagt Morell. Doch dies habe sich geändert. «Ich werde nun Hillary Clinton wählen und alles dafür tun, dass sie unser 45. Staatsoberhaupt wird.»

Emotionale Reaktionen als Gefahr

Dies hat zwei Gründe. Erstens sehe er Clinton als kompetent an. Zweitens: Mister Trump habe keine Erfahrung im Bereich Sicherheit. «Die Charaktereigenschaften, die er in den vergangenen Monaten gezeigt hat, sind schlecht, ja sogar gefährlich für einen Oberbefehlshaber.»

Gemäss Morell habe der republikanische US-Präsidenschaftskandidat einen offensichtlichen Hang zur Selbstüberschätzung, reagiere überempfindlich auf Beleidigungen und habe die Tendenz Entscheidungen auf intuitiver Basis zu treffen. Zudem sei Trump immun für Ratschläge anderer, zeige keine Bereitschaft seine Meinungen neuen Informationen anzupassen und habe keinen Respekt für die Rechtsstaatlichkeit. «Trumps Charakter schädigt bereits unsere nationale Sicherheit», so Morell in «The New York Times».

Putin kenne Trumps Schwächen

Trump sei ein gefundenes Fressen für Wladimir Putin. «Putin wurde dazu ausgebildet in einem Individuum verwundbare Stellen festzustellen und diese zu nutzen.» Und genau damit habe dieser schon in den Vorwahlen begonnen, behauptet Morell in seinem Kommentar. «Putin spielte mit Trumps Verwundbarkeit indem er ihn mit Komplimenten überhäufte. Und Trump reagierte genauso, wie Putin es sich ausgerechnet hat.»

Die Beispiele: Trump bezeichne Putin immer wieder als grossen Führer und ignoriere komplett, dass dieser Journalisten und Opponisten verhaftet und tötet, oder die Wirtschaft Russlands ins Verderben führe. Zudem seien manche politische Positionen von Trump mehr im Einklang mit Russland anstatt den USA. «Im Geheimdienst würden wir sagen, dass Herr Putin Mister Trump als ahnungslosen russischen Agenten angeworben hat», so Morell. Seine Folgerung ist klar: «Die USA ist viel sicherer mit Hillary Clinton. »

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