Trump will innert fünf Jahren auf den Mond

Die US-Regierung will wieder Astronauten auf den Erdtrabanten schicken. Die ersten sollen aus den Vereinigten Staaten stammen.

Eine der letzten Mondlandungen: Astronaut James B. Irwin von der Apollo 15 salutiert. (30. Juli 1971)

Eine der letzten Mondlandungen: Astronaut James B. Irwin von der Apollo 15 salutiert. (30. Juli 1971) Bild: Nasa via AP/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Weisse Haus will binnen fünf Jahren wieder Astronauten auf den Mond schicken. Auf Anordnung von Präsident Donald Trump sehe die «offizielle Politik» vor, dass die erste Frau und der nächste Mann auf dem Mond Astronauten aus den USA sein sollen, sagte Vizepräsident Mike Pence am Dienstag in einer Rede in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama. Zugleich übte Pence scharfe Kritik an der US-Raumfahrtbehörde Nasa, der er «bürokratische Schwerfälligkeit» vorwarf.

Die nächsten Menschen auf dem Mond würden mit US-Raketen von den USA aus zum Erdtrabanten starten, sagte Pence. Zuletzt waren im Jahr 1972 Menschen auf dem Mond gelandet. Die nächste bemannte Mission war ursprünglich für das Jahr 2028 geplant. Die Entwicklung der neuen Trägerrakete SLS hatte sich aber verzögert, der erste Testflug wurde jüngst auf das Jahr 2021 verschoben.

Pence warf der Nasa in seiner Rede eine «Paralyse durch Analyse» vor, die zur Verzögerungen bei der SLS-Rakete geführt hätten. Er forderte eine «neue Mentalität» bei der Raumfahrtbehörde.

Andernfalls drohte Pence, für die nächste Mondmission auf private Raumfahrtunternehmen zurückzugreifen: «Wenn kommerzielle Raketen der einzige Weg sind, amerikanische Astronauten in den nächsten fünf Jahren zum Mond zu bringen, dann werden es kommerzielle Raketen sein.»

Fünf-Jahres-Plan darf nicht scheitern

Pence mahnte in seiner Rede zur Eile. Ein Scheitern des fünf-Jahres-Ziels sei «keine Option». Er verwies dabei auf die Konkurrenz Chinas in der Raumfahrt und die Landung eines chinesischen Roboters auf der Rückseite des Monds. Wie während der 60er Jahre befänden sich die Vereinigten Staaten in einem «Wettlauf», nur dass heute die «Herausforderungen grösser» seien.

Washington hatte sein Space-Shuttle-Programm im Jahr 2011 eingestellt. Zur Internationalen Weltraumstation ISS konnten US-Astronauten seitdem nur noch mit russischen Sojus-Raketen gelangen. Der Vertrag mit Russland läuft im November 2019 aus. (fal/afp)

Erstellt: 26.03.2019, 21:57 Uhr

Artikel zum Thema

Schräge Astronauten und aufblasbare Raumstationen

Zoom Fast 400'000 Kilometer trennen uns vom Mond. Der Weg vom Kosmischen zum Komischen ist einiges kürzer. Zum Blog

«Die Nasa war nie auf dem Mond»

SonntagsZeitung Die Reaktionen der Leser. Mehr...

Der neue Wettlauf zum Mond

Chinas Landung auf dem Erdtrabanten werden bald weitere Premieren folgen: Was von Nasa, SpaceX und China als Nächstes zu erwarten ist. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sonntags bis freitags ab 7 Uhr die besten Beiträge aus der Redaktion.
Newsletter «Der Morgen» jetzt abonnieren.

Kommentare

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Gross-Demo: Mit Schutzmaske und Schwimmbrille schützt sich ein Demonstrant vor einem Tränengas-Angriff der Polizei in Hong Kong am Sonntagabend. (21. Juli 2019)
(Bild: Getty Images / Ivan Abreu) Mehr...