Trump wirft «New York Times» Hochverrat vor

Der US-Präsident hat das Blatt frontal angegriffen, weil es über mutmassliche digitale US-Eingriffe ins russische Stromnetz berichtete.

Nahm sich einmal mehr ein Medium zur Brust: US-Präsident Donald Trump. Reuters/Leah Millis

Nahm sich einmal mehr ein Medium zur Brust: US-Präsident Donald Trump. Reuters/Leah Millis

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US-Präsident Donald Trump hat der «New York Times» nach einem Bericht zu mutmasslichen digitalen US-Eingriffen in das russische Stromnetz «Hochverrat» vorgeworfen. «Das ist geradezu Hochverrat einer ehemals grossen Zeitung, die so verzweifelt eine Geschichte will, irgendeine Geschichte, auch wenn sie schlecht für unser Land ist», schrieb Trump am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Die Zeitung hatte unter Berufung auf derzeitige und ehemalige Regierungsbeamte berichtet, dass die USA Software in das russische Stromnetz und andere Ziele einschleusten. Dies diene zum einen als Warnung und zum anderen dazu, die USA im Fall eines grösseren Konflikts mit Russland zu Cyberangriffen zu befähigen, berichtete das Blatt.

Der Bericht sei «nicht wahr», twitterte Trump und bezeichnete die Medien erneut als «korrupt» und Journalisten als «Feinde des Volkes». «Ist es zu glauben, dass die scheiternde ‹New York Times› gerade eine Geschichte gebracht hat, wonach die USA Cyberangriffe auf Russland erheblich verstärken», schrieb Trump. Dies komme «Hochverrat» gleich.

(amc/AFP)

Erstellt: 16.06.2019, 10:13 Uhr

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