Trump-Gegner bangen um Richterin Ginsburg

Im vergangenen Dezember war es Lungenkrebs, jetzt hat sich US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg erneut wegen eines Tumors behandeln lassen müssen.

Ruth Bader Ginsburg ist gesundheitlich angeschlagen: Die Richterin nimmt an einer Diskussionsrunde an der Georgetown Universität teil. (2. Juli 2019)

Ruth Bader Ginsburg ist gesundheitlich angeschlagen: Die Richterin nimmt an einer Diskussionsrunde an der Georgetown Universität teil. (2. Juli 2019) Bild: Alex Wang/AFP

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Die US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg ist erneut wegen eines Krebsleidens behandelt worden. Die 86-Jährige unterzog sich in den vergangenen drei Wochen wegen eines Tumors an der Bauchspeicheldrüse einer Strahlentherapie. Wie eine Sprecherin des Obersten Gerichts der USA am Freitag in Washington mitteilte, ist Dabei der Tumor komplett zerstört worden. Es verbleibe «keine Spur der Krankheit» im Körper.

Ginsburg war erst im Dezember wegen Lungenkrebs operiert worden. Dabei wurden ihr zwei Tumore entfernt. Die Richterin ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten wiederholt wegen unterschiedlicher Krebsleiden behandelt worden. Ginsburg gehört dem linksliberalen Flügel am Obersten Gericht an, der seit Beginn der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump in die Minderheit geraten ist.

Trump nominierte zwei erzkonservative Richter für den Supreme Court. Im neunköpfigen Richterkollegium ist das konservative Lager damit inzwischen mit fünf Mitgliedern vertreten. Die Richter am Supreme Court werden auf Lebenszeit ernannt. Sie haben bei gesellschaftlich stark umstrittenen Fragen wie der Abtreibung, dem Waffenbesitz, der Todesstrafe oder den Rechten von Homosexuellen oft das letzte Wort.

Kampf für Gleichstellung

Trump-Gegner bangen um die Gesundheit Ginsburgs, da ihr Ausscheiden aus dem Supreme Court dem Präsidenten die Möglichkeit eröffnen würde, die Vormacht der Konservativen an dem Gericht noch weiter auszubauen. Alle Nominierungen für das Bundesgericht müssen zwar vom Senat bestätigt werden. Doch dort hat Trumps Republikanische Partei die Mehrheit.

Ginsburg gehört dem Obersten Gericht seit 1993 an. Sie war damals die zweite Frau, die ein Richteramt am Supreme Court der USA übernahm. Die Gleichstellung von Frauen gehört zu den Schwerpunkten ihrer langen Laufbahn. In linksliberalen Kreisen geniesst «RBG» - wie sie genannt wird - Kultstatus.

Der Dokumentarfilm «RBG» aus dem vergangenen Jahr über ihre Laufbahn war für einen Oscar-Filmpreis nominiert. Zudem kam 2018 ein Spielfilm über Ginsburg heraus. In «On the Basis of Sex» wird Ginsburg von Felicity Jones dargestellt. (roy/SDA)

Erstellt: 24.08.2019, 03:15 Uhr

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