Trumps nächste Attacke – Menge skandiert: «Schickt sie zurück»

Der US-Präsident hat einen Wahlkampfauftritt für eine Schimpftirade gegen vier Demokratinnen genutzt. Seine Anhänger waren begeistert.

Legt im Streit mit den vier Demokratinnen nach: Donald Trump entzückt bei einem Wahlkampfauftritt sein Publikum. Video: mp/ap

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Trotz der Empörung über seine als rassistisch kritisierten Attacken auf vier Politikerinnen der Demokraten hat US-Präsident Donald Trump noch einmal nachgelegt. In einer 20-minütigen Schimpftirade forderte er die Frauen erneut auf, sie könnten das Land verlassen, falls ihnen seine Zuwanderungspolitik und seine Haltung gegenüber Israel nicht gefielen.

«Diese Kongressfrauen, ihre Äusserungen nähren den Aufstieg einer gefährlichen, militanten Links-Aussen-Bewegung», sagte der republikanische Präsident unter dem Grölen der Menge bei einer Wahlkampfveranstaltung in North Carolina am Mittwoch (Ortszeit). «Ich denke in einigen Fällen, dass sie unser Land hassen», sagte Trump vor Anhängern in Greenville in North Carolina über die Abgeordneten.

Weisse Wähler mobilisieren

Er griff vor allem die Demokratin Ilhan Omar aus Minnesota an, die als Kind aus Somalia in die USA geflohen war. Als er ihren Namen nannte, skandierte die Menge: «Schick' sie zurück!» Gemeint war damit, - wie dies Trump zuvor auch selbst in Twitter-Botschaften deutlich gemacht hatte - dass die Politikerin in das Heimatland ihrer Familie zurückgehen solle.

In Trumps Umgebung hiess es, er rüste sich mit den Attacken für den Wahlkampf im kommenden Jahr und wolle daher die Demokraten möglichst weit links wirken lassen und seine weisse Wählerschaft mobilisieren. Alle vier Abgeordneten sind US-Bürgerinnen. Die Demokraten werfen Trump Rassismus vor.

Trump hatte mit fremdenfeindlichen Attacken auf Omar sowie die Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley für Empörung gesorgt. Drei der vier dunkelhäutigen Frauen sind in den USA geboren. (sda/sz/red)

Erstellt: 18.07.2019, 07:36 Uhr

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