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Um Mitternacht wird das Feuer eingestellt

Nach 50 Jahren Konflikt und 260'000 Toten: Farc-Chef Timochenko hat den Waffenstillstand mit der kolumbianischen Regierung verkündet.

«Wir haben den präsidialen Befehl an die Armee mit Ergriffenheit vernommen»: Timoleón Jiménez alias Timochenko. (28. August 2016)
«Wir haben den präsidialen Befehl an die Armee mit Ergriffenheit vernommen»: Timoleón Jiménez alias Timochenko. (28. August 2016)
Ernesto Mastrascusa, Keystone

Nach der kolumbianischen Regierung haben auch die Farc-Rebellen offiziell einen endgültigen Waffenstillstand verkündet. Der Chef der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc), Timoleón Jiménez alias Timochenko, sagte am Sonntag in Havanna, er ordne an, dass «all unsere Kommandos, all unsere Einheiten und jeder unserer Kämpfer um Mitternacht das Feuer einstellen und die Feindseligkeiten gegen den kolumbianischen Staat beenden».

Am vergangenen Donnerstag hatte bereits Präsident Juan Manuel Santos, der auch Oberkommandierender der kolumbianischen Streitkräfte ist, einen Waffenstillstand zum selben Zeitpunkt angeordnet. «Wir haben den präsidialen Befehl an die Armee mit Ergriffenheit vernommen und geben als Konsequenz denselben Befehl an unsere Truppen heraus», sagte der Farc-Chef nun vor Journalisten. Der Waffenstillstand tritt am Sonntag um Mitternacht (Ortszeit, Montag 07.00 Uhr MESZ) in Kraft.

Nach vierjährigen Verhandlungen hatten Unterhändler der Farc und der Regierung am Mittwoch in Havanna ein historisches Friedensabkommen zur Beendigung des Konflikts unterzeichnet, in dem seit 1964 mehr als 260'000 Menschen getötet wurden. Die kolumbianische Bevölkerung stimmt am 2. Oktober in einem Referendum über das Abkommen ab. Zuvor wollen die Konfliktparteien den Text feierlich unterzeichnen.

AFP/chk

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