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USA fordern totale Isolation Kim Jong-uns

Die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, warnt Nordkorea vor der «vollkommenen Zerstörung». US-Präsident Trump hat Kim Jong-un einen «kranken jungen Hund» genannt.

chk
Die USA haben alle Länder aufgerufen, ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Pyongyang zu beenden: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un verfolgt den Raketentest vom November. (29. November 2017)
Die USA haben alle Länder aufgerufen, ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Pyongyang zu beenden: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un verfolgt den Raketentest vom November. (29. November 2017)
KCNA, AFP
Hat er eine neue Atomobombe getestet? Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un. (21. September 2017)
Hat er eine neue Atomobombe getestet? Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un. (21. September 2017)
AP/KCNA via KNS, AFP
Nordkorea werde weiterhin ein Auge auf das Benehmen der USA haben: Kim Jong-un. (23. August 2017)
Nordkorea werde weiterhin ein Auge auf das Benehmen der USA haben: Kim Jong-un. (23. August 2017)
Keystone
Weltsicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest einstimmig: UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley. (29. August 2017)
Weltsicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest einstimmig: UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley. (29. August 2017)
Kena Betancur, AFP
Ist über Japan hinweggeflogen: Start der nordkoreanischen Mittelstreckenrakete bei Pyongyang. (29. August 2017)
Ist über Japan hinweggeflogen: Start der nordkoreanischen Mittelstreckenrakete bei Pyongyang. (29. August 2017)
KCNA, AFP
Kim Jong-un ist laut Agentur zufrieden mit dem Raketentest. (29. August 2017)
Kim Jong-un ist laut Agentur zufrieden mit dem Raketentest. (29. August 2017)
KCNA, AFP
Der Test über Japan ist laut Kim ein «bedeutender Auftakt» gewesen.(14. August 2017)
Der Test über Japan ist laut Kim ein «bedeutender Auftakt» gewesen.(14. August 2017)
Keystone
Das japanische Warnsystem hat reagiert: Passanten in Südkorea sehen Nachrichten über den nordkoreanischen Raketenstart. (29. August 2017)
Das japanische Warnsystem hat reagiert: Passanten in Südkorea sehen Nachrichten über den nordkoreanischen Raketenstart. (29. August 2017)
Ahn Young-joon, Keystone
Teile der Rakete sind östlich der japanischen Hauptinsel Hokkaido niedergegangen: Südkoreanische Nachrichten. (29. August 2017)
Teile der Rakete sind östlich der japanischen Hauptinsel Hokkaido niedergegangen: Südkoreanische Nachrichten. (29. August 2017)
Ahn Young-joon, Keystone
Provoziert mit seinen Raketenstarts: Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un. (Archivbild)
Provoziert mit seinen Raketenstarts: Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un. (Archivbild)
Wong Maye-e, Keystone
Die nordkoreanische Rakete habe eine «ernsthafte» Bedrohung der Sicherheit dargestellt: Eine japanische Flugabwehrrakete. (29. August 2017)
Die nordkoreanische Rakete habe eine «ernsthafte» Bedrohung der Sicherheit dargestellt: Eine japanische Flugabwehrrakete. (29. August 2017)
Kazuhiro Nogi, AFP
Will seine Bevölkerung schützen: Der japanische Premierminister Shinzo Abe. (29. August 2017)
Will seine Bevölkerung schützen: Der japanische Premierminister Shinzo Abe. (29. August 2017)
Kyodo News, Keystone
Nordkorea testet eine Hwasong-14-Rakete. (Archivbild)
Nordkorea testet eine Hwasong-14-Rakete. (Archivbild)
KCNA, Keystone
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Nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest haben die USA alle Länder aufgerufen, ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Pyongyang zu beenden. Das forderte die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley.

In einer Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats beriet das Gremium am Mittwoch über die Lage. Haley berichtete zudem, dass US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping gefordert habe, China solle sämtliche Erdöllieferungen an Nordkorea stoppen. Das Reich der Mitte müsse mehr tun, sagte Haley.

Weg der Aggression gewählt

Zugleich warnte die US-Diplomatin, «im Falle eines Kriegs» werde die Führung in Nordkorea «vollkommen zerstört» werden. Mit seinem jüngsten Test einer Interkontinentalrakete habe Nordkorea sich für «die Aggression entschieden» statt für einen friedlichen Prozess, sagte Haley. «Das Verhalten Nordkoreas ist immer weniger tolerierbar.» Trump hatte bereits bei seinem ersten Auftritt vor der UNO im September Nordkorea mit der «völligen Zerstörung» gedroht.

«Wir haben nie den Krieg mit Nordkorea gesucht und suchen ihn heute noch immer nicht», sagte Haley am Mittwoch weiter.

Nordkorea hatte am Mittwoch eine Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 getestet. Anschliessend erklärte das autokratisch geführte Land, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen. Die USA, Japan und Russland verurteilten den Test. China äusserte seine «grosse Sorge» und zugleich die Hoffnung auf eine «friedliche Beilegung» des Konflikts.

Trump kündigte neue Strafmassnahmen gegen Nordkorea an. Noch am Mittwoch würden «zusätzliche bedeutende Sanktionen» gegen Pyongyang verhängt, gab der US-Präsident über den Kurzbotschaftendienst Twitter bekannt.

Deutschland in der Zwickmühle

Die USA forderten gleichzeitig das deutsche Auswärtige Amt in Berlin auf, seinen Botschafter aus Nordkorea abzuziehen. Länder mit diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea sollten diese abbrechen, um den Druck auf Nordkorea im Atomstreit mit dem kommunistischen Land zu erhöhen, sagte die Sprecherin des US-Aussenministeriums, Heather Nauert, am Mittwoch in Washington. «Ruft Euren Botschafter zurück», sagte sie mit Blick auf Deutschland.

Das Land gehört anders als die USA zu den Staaten, die bisher ihre diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea trotz dessen Atomprogramm aufrechterhielten. Deutschland wird gegenwärtig von dem Diplomaten Thomas Schäfer in Nordkorea repräsentiert.

«Kranker junger Hund»

Donald Trump hat in seiner eigentlich der Steuerreform gewidmeten Rede den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un beschimpft. Nachdem Trump am Mittwoch in St. Charles im US-Staat Missouri den republikanischen Entwurf für ein neues Steuersystem als «Raketentreibstoff» für die US-Wirtschaft bezeichnete, machte er eine kurze Sprechpause und warf «kleiner Raketenmann» – sein bevorzugter Name für Kim – ein. Kim sei ein «kranker junger Hund» (auf Englisch «sick puppy»), sagte Trump, bevor er wieder auf das eigentliche Thema zu sprechen kam. Das Publikum johlte über die Kim-Aussage, einen Tag nach einem erneuten nordkoreanischen Raketentest.

(sda/AP)

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