USA streben Stationierung neuer Raketen in Asien an

Einen Tag nach dem Auslaufen des Abrüstungsvertrag INF, kann es den USA nicht schnell genug gehen.

Verteidigungsminister Mark Esper (Archivbild) kündigt an, so schnell wie möglich US- MIttelstreckenraketen in Asien zu Stationieren.

Verteidigungsminister Mark Esper (Archivbild) kündigt an, so schnell wie möglich US- MIttelstreckenraketen in Asien zu Stationieren.

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Die USA streben die baldige Stationierung neuer konventioneller Mittelstreckenraketen in Asien an, um dem zunehmenden militärischen Einfluss Chinas in der Region zu begegnen. Die US-Regierung wolle dies «so schnell wie möglich» realisieren, wenn möglich innerhalb von Monaten, sagte der neue US-Verteidigungsminister Mark Esper am Samstag im Flugzeug auf dem Weg nach Sydney. Washington war am Freitag formell aus dem INF-Abrüstungsvertrag über nukleare Mittelstreckensysteme ausgeschieden. Wo genau die USA die neuen Raketen stationieren wollen, liess Esper offen. Er wolle darüber nicht spekulieren, denn über «derartige Dinge spricht man zuerst mit den Verbündeten», sagte Esper.

Allerdings fügte er hinzu, dass China von dem Vorhaben nicht überrascht sein dürfte. «Das dürfte keine Überraschung sein, denn wir sprechen darüber seit geraumer Zeit», sagte Esper. 80 Prozent des chinesischen Arsenals bestehe aus Waffen, die unter die Bestimmungen des INF-Vertrags gefallen wären. «Es dürfte als nicht verwundern, dass wir vergleichbare Kapazitäten wollen.»

Der einst von US-Präsident Ronald Reagan und dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow unterzeichnete INF-Vertrag war ein Meilenstein der Abrüstungsbemühungen in der Schlussphase des Kalten Kriegs. Besonders für Europa stellte das Abkommen eine wichtige Sicherheitsgarantie dar. Der Vertrag verbot landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern, die Atomsprengköpfe tragen können. Die USA kündigten das Abkommen im Februar wegen mutmasslicher Verstösse Russlands gekündigt. Auch Moskau erklärte daraufhin seinen Austritt. (AFP)

Erstellt: 03.08.2019, 12:07 Uhr

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