USA verschieben aus Syrien abgezogene Truppen in den Irak

US-Verteidigungsminister will 1000 zusätzliche Soldaten im Irak stationieren, um dort den Feldzug gegen den IS fortzusetzen.

US-Verteidigungsminister Esper: Die Waffenruhe werde im Grossen und Ganzen» eingehalten.

US-Verteidigungsminister Esper: Die Waffenruhe werde im Grossen und Ganzen» eingehalten. Bild: Keystone

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Die aus Syrien abrückenden US-Truppen sollen nach den Worten von US-Verteidigungsminister Mark Esper im Westen des Irak eingesetzt werden. Dort sollten die rund 1000 Soldaten den Feldzug gegen den «Islamischen Staat» fortsetzen.

Der Truppenabzug laufe zügig weiter, er werde «Wochen, nicht Tage» dauern. Esper sagte, die mit der Türkei vereinbarte Waffenruhe für Nordsyrien werde «im Grossen und Ganzen» eingehalten.

Die Türkei und die kurdischen Milizen in Nordsyrien hingegen warfen sich gegenseitig die Verletzung der vereinbarten Waffenruhe vor. Das türkische Verteidigungsministerium erklärte, die Türkei halte sich «vollständig» an die Feuerpause, und warf der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) vor, binnen 36 Stunden 14 Angriffe verübt zu haben. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab es am Freitag eine Reihe türkischer Luft- und Mörserangriffe nahe der Stadt Ras al-Ain, bei denen 14 Zivilisten getötet worden seien. Der kurdische Kommandeur Maslum Abdi beschuldigte die Türkei, den Abzug seiner Kämpfer aus Ras al-Ain zu verhindern. (sda/red)

Erstellt: 20.10.2019, 10:29 Uhr

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