USA weisen zwei kubanische UNO-Diplomaten aus

Wegen versuchter «Einflussnahme» müssen zwei Diplomaten aus Kuba die USA verlassen. Der Entscheid fiel kurz vor der UNO-Generaldebatte nächste Woche.

Am kommenden Dienstag beginnt die mehrtägige Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York. Kurz zuvor haben die USA zwei kubanische UNO-Diplomaten ausgewiesen.
Bild: epa/Peter Foley

Am kommenden Dienstag beginnt die mehrtägige Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York. Kurz zuvor haben die USA zwei kubanische UNO-Diplomaten ausgewiesen. Bild: epa/Peter Foley

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Kurz vor der UNO-Generaldebatte weisen die USA zwei Diplomaten der Ständigen Vertretung Kubas bei den Vereinten Nationen in New York aus. Das US-Aussenministerium in Washington begründete die Massnahme am Donnerstag mit versuchter «Einflussnahme» der Diplomaten.

Die Aktivitäten der beiden Personen seien gegen die nationale Sicherheit der USA gerichtet gewesen. Das beinhaltet nach einer Definition der Denkfabrik Rand Corporation etwa das Sammeln taktischer Informationen über einen Gegner oder das Verbreiten von Propaganda.

Der kubanische Aussenminister Bruno Rodriguez bezeichnete den Vorwurf als «geschmacklose Verunglimpfung». Unklar blieb, ob sich die beiden Diplomaten noch im Land aufhielten oder bereits ausgereist waren.

Bewegungsfreiheit für Diplomaten eingeschränkt

Das Aussenministerium teilte weiter mit, alle verbliebenen Diplomaten der Ständigen Vertretung Kubas bei den Vereinten Nationen dürften sich künftig im Wesentlichen nur noch auf der New Yorker Insel Manhattan bewegen, auf der auch das UNO-Hauptquartier liegt.

Schon zuvor war die Bewegungsfreiheit für Diplomaten Kubas, aber auch für solche des Irans, Nordkoreas, Chinas, Russlands und Syriens bei den Vereinten Nationen eingeschränkt. Die mehrtägige Generaldebatte der UNO-Vollversammlung beginnt am kommenden Dienstag.

Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba haben sich seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump wieder deutlich verschlechtert. Sein Vorgänger Barack Obama hatte einen Kurs der graduellen Annäherung an den kommunistisch regierten Karibikstaat verfolgt. Trump machte diesen Annäherungsprozess teilweise wieder rückgängig. (sda)

Erstellt: 20.09.2019, 04:04 Uhr

Artikel zum Thema

USA erhöhen Druck auf Kuba

Überweisungen aus den USA nach Kuba werden ab dem 9. Oktober deutlich eingeschränkt. Das dürfte viele Kubaner hart treffen. Mehr...

USA setzen wieder auf Ausgrenzung Kubas

Die Regierung von Präsident Donald Trump lässt Klagen gegen ausländische Firmen in Kuba zu und beschliesst neue Restriktionen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Reparaturen am Schiff: Ein Mann arbeitet auf einer Werft entlang des Buriganga Flusses am südlichen Rand der Stadt Dhaka in Bangladesch. (15. Oktober 2019)
(Bild: Zakir Hossain Chowdhury/NurPhoto/Getty Images) Mehr...