Zum Hauptinhalt springen

USA wollen sich aus Verträgen zurückziehen

Donald Trumps Regierung ist wütend. Das beweist die neuste Ankündigung aus dem Weissen Haus.

Abkommen auf dem Prüfstand: Sicherheitsberater John Bolton bei seiner Ankündigung in Washington. (3. Oktober 2018)
Abkommen auf dem Prüfstand: Sicherheitsberater John Bolton bei seiner Ankündigung in Washington. (3. Oktober 2018)
Susan Walsh (AP), Keystone

Die Regierung in Washington stellt sämtliche internationale Abkommen auf den Prüfstand, die anderen Staaten eine Verurteilung der USA am Internationalen Gerichtshof ermöglichen. Das kündigte der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, am Mittwoch in Washington an.

Der Präsident habe bereits den Rückzug aus einem freiwilligen Zusatzprotokoll des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen beschlossen. Hintergrund sei die Klage der Palästinenser gegen den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Die Klage war am Samstag beim Uno-Gericht in Den Haag eingegangen. «Wir werden nun alle internationalen Abkommen überprüfen, die die Vereinigten Staaten einer angeblich verbindlichen Rechtssprechung und Streitschlichtung am Internationalen Gerichtshof aussetzen», so Bolton. «Die USA werden nicht tatenlos dabei zuschauen, wie haltlose Klagen aus politischen Motiven gegen uns vorgebracht werden.»

Trump hatte in einem Alleingang im Dezember Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt. Im Mai liess er dann die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Die Palästinenser boykottieren die US-Regierung seitdem und erklären, die Vereinigten Staaten hätten sich als neutraler Vermittler in ihrem Konflikt mit Israel disqualifiziert. Bolton betonte am Mittwoch noch einmal die langjährige Haltung der USA, dass Palästina kein Staat sei.

SDA/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch