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US-Abgeordneter will Kriegskosten vom Irak zurück

Der Kongressabgeordnete Dana Rohrabacher ist der Überzeugung, dass der Irak den USA die Kosten des Krieges teilweise zurückzahlen sollte. Derweil steigern die USA ihre Rüstungsexporte um fast 50 Prozent.

Kostete das Land ein Vermögen: US-Soldaten im Norden des Iraks.
Kostete das Land ein Vermögen: US-Soldaten im Norden des Iraks.
Keystone

Der Irak sollte nach Einschätzung des amerikanischen Kongressabgeordneten Dana Rohrabacher den USA einen Teil der Kriegskosten erstatten. Eines Tages, wenn der Irak ein wohlhabendes Land sei, könnte das Land Amerika etwas zurückgeben, sagte Rohrabacher nach eigenen Angaben dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri Al-Maliki.

«Wir hoffen, dass erwogen wird, den Vereinigten Staaten einige der Megadollars, die wir hier in den vergangenen acht Jahren ausgegeben habe, zurückzuzahlen», erklärte der republikanische Abgeordnete des Repräsentantenhauses am Freitag nach dem Treffen mit Al-Maliki in der US-Botschaft in Bagdad. Er äusserte sich nicht dazu, wie der irakische Regierungschef auf den Vorschlag reagierte. Rohrabacher reiste zusammen mit fünf weiteren Abgeordneten in den Irak.

US-Waffenexporte gesteigert

Derweil steigern die USA ihre Rüstungsexporte in diesem Jahr voraussichtlich um fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im laufenden Haushaltsjahr, das von Oktober 2010 bis September 2011 geht, rechne Washington mit einem Exportvolumen von 46,1 Milliarden Dollar (39 Milliarden Franken) an Rüstungsgütern, wie die zuständige Behörde DSCA mitteilte.

79 Prozent dieser Exporte würden von Staaten oder Organisationen finanziert, die als Kunden auftreten, der Rest falle unter militärische Hilfe und werde von den USA finanziert. Für Rüstungsexporte bedarf es einer Genehmigung durch die US-Behörde für Verteidigung, Sicherheit und Zusammenarbeit (DSCA), die dem Pentagon untersteht.

Sprunghafter Anstieg

Nach Angaben von DSCA-Chef William Landay umfasste der Export von Rüstungsgütern aus den USA zu Beginn dieses Jahrtausends noch etwa zehn Milliarden Dollar, seit 2005 stieg der Umfang sprunghaft auf rund 30 Milliarden an.

Während die Kunden vor zehn Jahren noch auf günstige Preise geachtet hätten, gehe es inzwischen darum, schnell Nachschub für die laufenden Einsätze zu bekommen, etwa in Afghanistan.

Auch der Krieg in Libyen habe zu einer akuten Nachfrage geführt, sagte Landay. Mehrere an den Bombardierungen beteiligten Staaten hätten die DSCA kontaktiert, um ihre Munitionslager aufzufüllen. Die Behörde denke daher über eine Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens nach.

dapd/kpn

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