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US-Parlamentarier erhält vulgäre Todesdrohung

Der US-Parlamentarier Jim McDermott wurde wenige Tage nach dem Anschlag in Arizona mit dem Tode bedroht. Ein 32-jähriger Verdächtiger wurde bereits festgenommen.

Wenige Tage nach dem Anschlag von Tucson in Arizona ist im benachbarten Bundesstaat Kalifornien ein Mann wegen Drohungen gegen einen US-Parlamentarier festgenommen worden. Der 32- Jährige sei in Palm Springs gefasst worden, teilte die Polizei am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Er habe zuvor in zwei Telefonanrufen den demokratischen Parlamentarier des Bundesstaates Washington, Jim McDermott, in vulgärer Sprache mit dem Tode bedroht.

Erinnerungen an das Attentat in Arizona

Am Samstag war die demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords bei einem Attentat in Tucson durch einen Kopfschuss schwer verletzt worden. Der mutmassliche Täter Jared Loughner erschoss sechs Menschen und verletzte ausser Giffords 13 weitere Menschen.

Die Bundesstaatsanwaltschaft in Kalifornien teilte mit, dass der in Palm Springs gefasste Verdächtige bei seinem ersten Anruf angedroht habe, McDermott, seine Familie und seine Freunde zu töten. Beim zweiten Anruf habe er gesagt, er werde jemanden engagieren, um McDermott «in den Mülleimer» zu werfen.

Zivilerer Umgang ist gewünscht

Staatsanwältin Jenny Durkan erklärte, sie sei «froh, in einem Land zu leben, das die Freiheit garantiert und schützt, mit unserer Führung nicht übereinzustimmen und zu sagen, was man denkt». Zugleich stellte sie klar: «Dieses Recht gilt hingegen nicht für Todesdrohungen und Gewalttaten.» Diese hätten «das Ziel, Diskussionen zu beenden, nicht sie zu befördern.»

Bei einer Trauerfeier in Tucson hatte US-Präsident Barack Obama seine Landsleute am Mittwoch zur Einheit und einem «zivileren Umgang» miteinander aufgerufen. Es sei wichtig, dass «wir auf eine Weise miteinander sprechen, die heilt, nicht verletzt», sagte er.

SDA/mrs

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