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US-Soldaten exekutieren Gefangene im Irak

Drei US-Soldaten haben nach Informationen der «New York Times» im Irak vier wehrlose Gefangene per Kopfschuss getötet.

Zwei der drei beteiligten Unteroffiziere hätten die Tat bei einem Verhör vor US-Militäranwälten in Schweinfurt im Januar unter Eid gestanden. Der Vorfall habe sich im vergangenen Jahr ereignet, berichtet die «New York Times». Jeder der beiden Soldaten habe einen der Iraker, die gefesselt gewesen seien und die Augen verbunden gehabt hätten, per Kopfschuss getötet. Ihr Truppenführer, der den Befehl zu den Exekutionen erteilt habe, habe zwei weitere Iraker erschossen.

Nach US-Recht darf gegnerischen Kämpfern kein Leid zugefügt werden, wenn sie entwaffnet und in Gefangenschaft sind. Dem Bericht zufolge hatten die Unteroffiziere den Auftrag, die Iraker freizulassen, weil keine ausreichenden Beweise gegen sie vorgelegen hätten, um sie weiter in Haft zu halten.

Vergeltung für den Tod von US-Soldaten

Einer der drei Unteroffiziere habe daraufhin angeordnet, dass die Iraker an einen Kanal in Bagdad gebracht und dort getötet werden sollten, zitierte das Blatt aus den Aussagen. Dies habe eine Vergeltung für den Tod zweier US-Soldaten der gleichen Einheit sein sollen.

Bislang sei keine Anklage gegen sie erhoben worden, berichtet die «New York Times» weiter. Ein Sprecher der US-Truppen in Europa lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Er könne nicht über mögliche rechtliche Schritte gegen Soldaten spekulieren.

SDA/bru

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