US-Vizepräsident ruft zum Sturz von Maduro auf

Venezuela steht eine Grosskundgebung der Opposition bevor. Wie US-Vizepräsident Mike Pence in einer Rede sagte, sei «die Zeit gekommen, Maduros Tyrannei ein für allemal zu beenden».

«Es ist nicht die Zeit für Dialog, es ist die Zeit für Taten»: US-Vizepräsident Mike Pence zur Krise in Venezuela. AP Photo/Brynn Anderson

«Es ist nicht die Zeit für Dialog, es ist die Zeit für Taten»: US-Vizepräsident Mike Pence zur Krise in Venezuela. AP Photo/Brynn Anderson

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Am Freitag hielt US-Vizepräsident Mike Pence eine Rede vor Exil-Venezolanern in Miami, in der er sich zum Machtkampf in Venezuela äusserte. «Es ist nicht die Zeit für Dialog, es ist die Zeit für Taten», sagte Pence. Die Herrschaft des Linksnationalisten Maduro müsse «enden - und zwar jetzt».

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó hatte seine Anhänger für den heutigen Samstag zur «grössten Demonstration» in der Geschichte des Landes aufgerufen. Die USA haben Guaidó bereits als Interimspräsident anerkannt.

Mehrere EU-Länder stellten Maduro bis Sonntag zudem ein Ultimatum: Sollte er bis dahin keine Neuwahl zur Präsidentschaft ansetzen, wollen Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Spanien ebenfalls Guaidó als Interimspräsidenten Venezuelas anerkennen.

Gewinnen von Zeit?

In dem andauernden Machtkampf zwischen der Regierung des sozialistischen Staatschefs Nicolás Maduro und seinem Herausforderer Juan Guaidó in Venezuela hatte der Oppositionsführer unlängst neuen Vermittlungsversuchen eine Absage erteilt. «Die Krise in Venezuela ist mit einem Dialog nicht zu lösen», sagte der selbst ernannte Interimspräsident am Donnerstag in einem Interview des mexikanischen Senders Milenio TV.

Verhandlungen zwischen Maduro und der Opposition waren bereits 2017 in der Dominikanischen Republik gescheitert. Mexiko und Uruguay hatten zuletzt zu einer internationalen Konferenz eingeladen, um die Basis für neue Gespräche zwischen der Regierung und der Opposition zu legen. Guaidó sagte, er werde an dem Treffen in Montevideo nicht teilnehmen. «Maduro ist ein Diktator», sagte der 35-Jährige in einem Gespräch mit dem kolumbianischen Sender NTN24. «Wenn er von Dialog spricht, will er nur Zeit gewinnen.» (sda)

Erstellt: 02.02.2019, 03:05 Uhr

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