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US-Waffenlobby spricht sich für schärfere Vorschriften aus

Die NRA und die Republikaner befürworten zusätzliche Regeln für Dauerfeuer-Vorrichtungen, wie sie der Schütze von Las Vegas eingesetzt hat.

mch/chk
Zehn Monate nach dem Massaker von Las Vegas mit 58 Toten hat die Polizei kein Motiv für die Tat gefunden: Sheriff Joe Lombardo präsentierte in Las Vegas den Abschlussbericht. (3. August 2018)
Zehn Monate nach dem Massaker von Las Vegas mit 58 Toten hat die Polizei kein Motiv für die Tat gefunden: Sheriff Joe Lombardo präsentierte in Las Vegas den Abschlussbericht. (3. August 2018)
John Locher, Keystone
Hatte Stephen Paddock kurz vor seiner Tat eine Prostituierte bestellt? Polizisten in der Lobby des Wynn-Hotels in Las Vegas. (4. Oktober 2017)
Hatte Stephen Paddock kurz vor seiner Tat eine Prostituierte bestellt? Polizisten in der Lobby des Wynn-Hotels in Las Vegas. (4. Oktober 2017)
Marcio Jose Sanchez/AP
Abgeschiedenheit und Privatsphäre bevorzugt: Das Haus des Todesschützen in Mesquite, Nevada.
Abgeschiedenheit und Privatsphäre bevorzugt: Das Haus des Todesschützen in Mesquite, Nevada.
AFP
Wettlauf gegen die Zeit: Bis die Polizei das Hotelzimmer des Schützen von Las Vegas erreichte, vergingen 75 Minuten.
Wettlauf gegen die Zeit: Bis die Polizei das Hotelzimmer des Schützen von Las Vegas erreichte, vergingen 75 Minuten.
AP Photo/John Locher, Keystone
Von hier aus hat der Schütze das Feuer eröffnet: Scheiben des Mandalay-Bay-Hotels gingen in die Brüche.
Von hier aus hat der Schütze das Feuer eröffnet: Scheiben des Mandalay-Bay-Hotels gingen in die Brüche.
Keystone
Trauernde an einer Mahnwache in Las Vegas.
Trauernde an einer Mahnwache in Las Vegas.
Eugene Garcia/EPA
Eine Woche vor dem Anschlag hatte Paddock hier ein Zimmer gemietet: Das Ogden-Hotel in Las Vegas (oben links im Bild).
Eine Woche vor dem Anschlag hatte Paddock hier ein Zimmer gemietet: Das Ogden-Hotel in Las Vegas (oben links im Bild).
Google Street View
Ermittler suchen auf dem verlassenen Festivalgelände nach Hinweisen.
Ermittler suchen auf dem verlassenen Festivalgelände nach Hinweisen.
Marcio Jose Sanchez/AP
In Gedenken an die Opfer von Las Vegas: Am Eiffelturm in Paris wurden die Lichter gelöscht. (2. Oktober 2017)
In Gedenken an die Opfer von Las Vegas: Am Eiffelturm in Paris wurden die Lichter gelöscht. (2. Oktober 2017)
Kamil Zihnioglu/AP, Keystone
In Mesquite, rund 120 Kilometer von Las Vegas entfernt, lebte Paddock mit seiner Freundin.
In Mesquite, rund 120 Kilometer von Las Vegas entfernt, lebte Paddock mit seiner Freundin.
Getty Images/Gabe Ginsberg
Der Schock ist ihr ins Gesicht geschrieben: Eine Überlebende in Las Vegas.
Der Schock ist ihr ins Gesicht geschrieben: Eine Überlebende in Las Vegas.
Keystone
Schüsse bei Open-Air-Konzert: Leute gehen in Deckung.
Schüsse bei Open-Air-Konzert: Leute gehen in Deckung.
AFP
Zwei der Tatwaffen waren mit Vorrichtungen, so genannten «Bump Stocks», versehen, mit denen eigentlich halbautomatische Waffen automatisch Schüsse abfeuern. So konnte Paddock gegen tausend Schüsse in nur wenigen Minuten abgeben.
Zwei der Tatwaffen waren mit Vorrichtungen, so genannten «Bump Stocks», versehen, mit denen eigentlich halbautomatische Waffen automatisch Schüsse abfeuern. So konnte Paddock gegen tausend Schüsse in nur wenigen Minuten abgeben.
Keystone
Der Schütze habe sich selbst getötet, sagt Sheriff Joe Lombardo.
Der Schütze habe sich selbst getötet, sagt Sheriff Joe Lombardo.
Keystone
Der Vater des Schützen war Bankräuber: Eine Aufnahme von Benjamin Hoskins Paddock aus dem Jahr 1979.
Der Vater des Schützen war Bankräuber: Eine Aufnahme von Benjamin Hoskins Paddock aus dem Jahr 1979.
Charlie Nye/The Register-Guard via AP
Er starb, als er das Leben seiner Frau rettete: Sonny Melton ist eines der Todesopfer.
Er starb, als er das Leben seiner Frau rettete: Sonny Melton ist eines der Todesopfer.
Facebook via AP
Adrian Murfitt aus Alaska ist ein weiteres Opfer.
Adrian Murfitt aus Alaska ist ein weiteres Opfer.
(Courtesy of Avonna Murfit via AP
Schweigeminute im Weissen Haus.
Schweigeminute im Weissen Haus.
AFP
«Akt des reinen Bösen»: US-Präsident Donald Trump gibt im Weissen Haus ein Statement ab.
«Akt des reinen Bösen»: US-Präsident Donald Trump gibt im Weissen Haus ein Statement ab.
Keystone
Die Gewehre hatte Paddock an zwei Fenstern platziert. (2. Oktober 2017)
Die Gewehre hatte Paddock an zwei Fenstern platziert. (2. Oktober 2017)
John Locher, Keystone
Der Angreifer feuerte wahllos in die Menge: Helfer tragen eine verletzte Frau im nahe dem Tatort gelegenen Hotel Tropicana in Las Vegas.
Der Angreifer feuerte wahllos in die Menge: Helfer tragen eine verletzte Frau im nahe dem Tatort gelegenen Hotel Tropicana in Las Vegas.
Chase Stevens/Las Vegas Review-Journal, Keystone
Mehr als hundert Menschen wurden verletzt: Konzertbesucher rollen eine verletzte Person auf einem Bürostuhl zu Sanitätern.
Mehr als hundert Menschen wurden verletzt: Konzertbesucher rollen eine verletzte Person auf einem Bürostuhl zu Sanitätern.
Ethan Miller/Getty Images, AFP
Ein Mann versorgt Personen mit Wasser.
Ein Mann versorgt Personen mit Wasser.
AFP
Die Einsatzkräfte sperrten den Strip, die zentrale Strasse in der Glückspielstadt, ab.
Die Einsatzkräfte sperrten den Strip, die zentrale Strasse in der Glückspielstadt, ab.
Ethan Miller/Getty Images, Keystone
Zunächst ging die Polizei von mehreren Schützen aus, die Nervosität war gross: Polizisten stoppen einen Mann, der die Tropicana Avenue hinunterfuhr.
Zunächst ging die Polizei von mehreren Schützen aus, die Nervosität war gross: Polizisten stoppen einen Mann, der die Tropicana Avenue hinunterfuhr.
Ethan Miller/Getty Images, AFP
Polizisten in Aktion.
Polizisten in Aktion.
Ethan Miller/Getty Images, AFP
Viele Bilder zeigen Menschen, die offenbar geschockt sind vom gerade Erlebten.
Viele Bilder zeigen Menschen, die offenbar geschockt sind vom gerade Erlebten.
AP Photo/John Locher, Keystone
Schüsse auf Konzertbesucher: Menschen versuchen, sich in Sicherheit zu bringen. (1. Oktober 2017)
Schüsse auf Konzertbesucher: Menschen versuchen, sich in Sicherheit zu bringen. (1. Oktober 2017)
David Becker/Getty Images, AFP
Menschen tragen einen Verletzten vom Festivalgelände beim Mandalay Bay Resort weg.
Menschen tragen einen Verletzten vom Festivalgelände beim Mandalay Bay Resort weg.
David Becker/Getty Images, AFP
Eine verletzte Person wird in Sicherheit gebracht.
Eine verletzte Person wird in Sicherheit gebracht.
David Becker/Getty Images, AFP
Berichten zufolge schiessen zwei bis drei Schützen aus einem Hotelzimmer: Fliehende Festivalbesucher.
Berichten zufolge schiessen zwei bis drei Schützen aus einem Hotelzimmer: Fliehende Festivalbesucher.
David Becker/Getty Images, AFP
Die Polizei ist mit einem grossen Aufgebot vor Ort.
Die Polizei ist mit einem grossen Aufgebot vor Ort.
AP Photo/John Locher, Keystone
Die Einsatzkräfte durchkämmen das Gelände.
Die Einsatzkräfte durchkämmen das Gelände.
AP Photo/John Locher, Keystone
In den sozialen Medien berichten Leute, die den Polizeifunk mithören, zwei bis drei Schützen feuerten aus dem Fenster eines Hotelzimmers.
In den sozialen Medien berichten Leute, die den Polizeifunk mithören, zwei bis drei Schützen feuerten aus dem Fenster eines Hotelzimmers.
AP Photo/John Locher, Keystone
Eine Polizistin geht hinter einem Polizeiauto in Deckung.
Eine Polizistin geht hinter einem Polizeiauto in Deckung.
AP Photo/John Locher, Keystone
Am Route 91 Harvest Country Music Festival ist Panik ausgebrochen.
Am Route 91 Harvest Country Music Festival ist Panik ausgebrochen.
David Becker/Getty Images
Ersten Berichten zufolge muss mit vielen Opfern gerechnet werden.
Ersten Berichten zufolge muss mit vielen Opfern gerechnet werden.
David Becker/Getty Images
Ein Mann und eine Frau halten sich aneinander fest.
Ein Mann und eine Frau halten sich aneinander fest.
David Becker/Getty Images, AFP
Ein Mann im Rollstuhl versucht zu fliehen.
Ein Mann im Rollstuhl versucht zu fliehen.
David Becker/Getty Images, AFP
Ein Mann geht hinter einem Logo in Sicherheit.
Ein Mann geht hinter einem Logo in Sicherheit.
David Becker/Getty Images, AFP
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Nach dem Massaker von Las Vegas haben sich republikanische US-Abgeordnete offen für eine gezielte Verschärfung der Waffengesetze gezeigt.

Am Donnerstag schloss sich der einflussreiche Präsident des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, der Forderung an, ein Verkaufsverbot für sogenannte «bump stocks» zu prüfen. Diese Vorrichtungen am Kolben von halbautomatischen Waffen erlauben ein Schiessen mit Geschwindigkeiten wie bei automatischen. «Bis diese Woche wusste ich überhaupt nicht, was das ist», sagte Ryan im Hörfunk. Das Präsidialamt begrüsste in einer Erklärung eine parteiübergreifende Debatte über ein Verbot.

Die einflussreiche Waffenlobby NRA signalisierte, dass sie sich einem solchen Schritt nicht entgegenstellen würde. Für eine derartige Umrüstung müssten zusätzliche Vorschriften gelten, erklärte sie.

Die US-Behörden müssten «sofort» prüfen, ob die Vorrichtung zur Umrüstung von halbautomatischen auf vollautomatische Waffen «dem Bundesgesetz entspreche», erklärten die Chefs der National Rifle Association (NRA), Wayne La Pierre und Chris Cox, am Donnerstag. Sie gingen davon aus, dass eine «verstärkte Kontrolle» nötig sei.

Republikaner lenken ein

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, begrüsste die Vorschläge der NRA und anderer Gruppen und erklärte, «gerne Teil der Debatte zu sein». Präsident Donald Trump hatte sich nach der Tat grundsätzlich offen für Gespräche über das in den USA überaus laxe Waffenrecht gezeigt. «Wir werden im weiteren Verlauf der Zeit über die Waffengesetze sprechen», sagte er.

Sein Vorgänger Barack Obama war mit diversen Anläufen zur Verschärfung des Waffenrechts am Widerstand der Republikaner im Kongress gescheitert. Dass Trump sich auf weitgehende Restriktionen des privaten Waffenbesitzes einlässt, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Während des Wahlkampfs hatte er sich mit der NRA verbündet, welche die Kandidatur des Rechtspopulisten unterstützte.

Aus Schaden klug werden

Unter den 50 sichergestellten Schusswaffen des Attentäters von Las Vegas befanden sich zwölf mit der Vorrichtung. Von einem Hotelzimmer aus hatte er während eines Country-Konzerts 58 Menschen erschossen und 489 verletzt, bevor er sich den Ermittler zufolge selbst das Leben nahm. Nach ihren Angaben ist das Motiv des Täters weiter rätselhaft.

(SDA)

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