Venezuela

Venezolanische Armee schwört Präsident Maduro «absolute Loyalität»

Venezuelas Staatschef Maduro erhält im Kampf um die Macht Rückendeckung vom Militär. Doch die Opposition ist mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament ebenfalls gut aufgestellt.

Militär und Präsident kämpfen gemeinsam um die Macht in Venezuela: Staatschef Nicolas Maduro mit dem ehemaligen Innen- und Justizminister Miguel Rodríguez (l.) in der Militärakademie von Caracas. (Archiv)

Militär und Präsident kämpfen gemeinsam um die Macht in Venezuela: Staatschef Nicolas Maduro mit dem ehemaligen Innen- und Justizminister Miguel Rodríguez (l.) in der Militärakademie von Caracas. (Archiv) Bild: Boris Vergara/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Im Machtkampf zwischen Venezuelas Präsidenten und dem von der Opposition kontrollierten Parlament hat sich die Armee hinter Staatschef Nicólas Maduro gestellt. Die Streitkräfte des Landes bekräftigten ihre «absolute Loyalität und bedingungslose Unterstützung» Nicólas Maduros. Der Präsident sei «die höchste Autorität im Staate», erklärte Verteidigungsminister Vladimir Padrino, im Beisein Maduros bei einer Zeremonie in der Kaserne, in der der verstorbene Staatschef Hugo Chávez bestattet ist. Zugleich verurteilte der Minister das Vorgehen der Opposition, welche Darstellungen Chávez' und des südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfers Simon Bolívar im Parlament abgehängt habe.

Die konservative Opposition hatte am Mittwoch drei suspendierte Parlamentsabgeordnete vereidigt und damit die für Verfassungsänderungen nötige Zweidrittel-Mehrheit im Parlament erreicht. Die Konservativen kündigten zudem an, innerhalb von «sechs Monaten» den linken Staatschef Maduro verfassungskonform aus dem Amt zu drängen. Eine endgültige Entscheidung des Gerichts zu der Suspendierung der Wahl von insgesamt vier Abgeordneten steht noch aus.

Maduro lehnt das Parlament als illegal ab. Sein Lager rief das Oberste Gericht an, um jegliche Gesetze oder Gesetzesänderungen, die vom Parlament verabschiedet werden, für nichtig zu erklären. Die Amtszeit des Sozialisten endet 2019. Venezuela verfügt über die weltgrössten Ölreserven. Die Bevölkerung des lateinamerikanischen Landes leidet aber unter einer Knappheit von Waren des täglichen Bedarfs und einer hohen Inflation (afo/sda)

Erstellt: 08.01.2016, 02:53 Uhr

Bildstrecke

Artikel zum Thema

Das Öl macht Venezuela arm

Das Karibikland hat die höchste Inflationsrate der Welt, in den Supermärkten fehlen Grundnahrungsmittel. 2016 wird das schwierigste Jahr für Venezuela, wie will das Land es überstehen? Mehr...

Venezuelas Justiz stoppt Ernennung konservativer Abgeordneter

Der Oberste Gerichtshof in Venezuela hat nach einem Einspruch der regierenden Sozialisten die Wahl von drei Kandidaten des Mitte-Rechts-Bündnisses aufgehoben. Mehr...

Maduros Sozialisten warnen siegreiche Opposition

Die konservative Opposition erreichte bei den Parlamentswahlen in Venezuela fast eine Zweidrittelmehrheit. Das bringt erste Spannungen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Rioja fasziniert mit neuer Vielfalt

Die Winzer aus der Region Rioja glänzen mit stetig zunehmender Finesse und Vielfalt. Neben Weissweinen sind auch Einzellagen, Orts- und Gebietsweine auf dem Vormarsch.

Kommentare

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Klimawand: Andres Petreselli bemalt in San Francisco eine Hausfassade mit einem Porträt von Greta Thunberg. (8. November 2019)
(Bild: Ben Margot) Mehr...