Zum Hauptinhalt springen

Verräter oder Held?

Noch immer streiten sich die Parteien über den israelischen US-Spion Jonathan Pollard. Seine Freilassung soll ein Scheitern der Nahost-Verhandlungen verhindern.

Pollard gilt in Israel als Held: Immer wieder wurde für die Freilassung des inhaftierten Spions protestiert (19. März 2013).
Pollard gilt in Israel als Held: Immer wieder wurde für die Freilassung des inhaftierten Spions protestiert (19. März 2013).
Gali Tibbon, AFP
«Wissen Sie, was ich für Israel getan habe?»: Der damals 31-jährige Amerikaner jüdischen Glaubens Jonathan Jay Pollard arbeitete als Analyst bei der US-Marine und spionierte für Israel.
«Wissen Sie, was ich für Israel getan habe?»: Der damals 31-jährige Amerikaner jüdischen Glaubens Jonathan Jay Pollard arbeitete als Analyst bei der US-Marine und spionierte für Israel.
New Ho, Reuters
Pollard polarisiert: In Israel ein gefeierter Mann – für das FBI ein billiger Verräter.
Pollard polarisiert: In Israel ein gefeierter Mann – für das FBI ein billiger Verräter.
Baz Ratner, Reuters
Brisanter Deal: Pollards Freilassung könnte die Nahost-Verhandlungen vor dem Scheitern bewahren.
Brisanter Deal: Pollards Freilassung könnte die Nahost-Verhandlungen vor dem Scheitern bewahren.
Jacquelyn Martin, Reuters
Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu gestures in welcome as U.S. Secretary of State John Kerry arrives for their meeting in Jerusalem March 31, 2014. Kerry broke from his travel schedule for the second time in a week to rush back to the Middle East on Monday to try to salvage Israeli-Palestinian peace talks. REUTERS/Jacquelyn Martin/Pool (JERUSALEM - Tags: POLITICS) - RTR3JDO8
Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu gestures in welcome as U.S. Secretary of State John Kerry arrives for their meeting in Jerusalem March 31, 2014. Kerry broke from his travel schedule for the second time in a week to rush back to the Middle East on Monday to try to salvage Israeli-Palestinian peace talks. REUTERS/Jacquelyn Martin/Pool (JERUSALEM - Tags: POLITICS) - RTR3JDO8
Jacquelyn Martin, Reuters
1 / 7

Verfolgt vom FBI bewegte sich der grüne Ford Mustang mit hoher Geschwindigkeit durch Washington und schob sich hinter einem anderen Auto unter einer Schranke hindurch auf das Gelände der israelischen Botschaft. Verzweifelt beschwor der Fahrer einen Wachmann um Hilfe: «Wissen Sie, was ich für Israel getan habe?», fragte er. Nach einer kurzen Besprechung im Botschaftsgebäude kam die Antwort: «Verschwinden Sie!» Und damit endete im November 1985 die bemerkenswerte Karriere von Jonathan Jay Pollard, einem 31-jährigen Amerikaner jüdischen Glaubens, der als Analyst beim Nachrichtendienst der US-Marine gearbeitet und seit 1984 für Israel spioniert hatte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.