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Waffen für syrische Oppositionelle landen bei Dschihadisten

Unterstützt von den USA liefern Saudiarabien und Katar Waffen an die syrische Opposition. Doch ein Grossteil dieser Waffen landet in den Händen von Extremisten. Für Obama sind das schlechte Nachrichten.

Aus dem Ausland ist schwer zu überprüfen, wer die Waffenlieferung erhält: Junge syrische Rebellen in Aleppo.
Aus dem Ausland ist schwer zu überprüfen, wer die Waffenlieferung erhält: Junge syrische Rebellen in Aleppo.
AFP

Die meisten Waffen, die Saudiarabien und Katar der freien syrischen Armee zukommen lassen, landen laut US-Offiziellen und Diplomaten bei Islamisten. «Die Oppositionsgruppen, die am meisten Waffen erhalten, sind genau die, die wir nicht beliefern wollen», sagt ein amerikanischer Offizieller gegenüber der «New York Times». Der Befund werfe die Frage auf, ob Washingtons Strategie der minimalen und indirekten Intervention im syrischen Konflikt einer demokratisch gesinnten Opposition helfe, eine repressive Regierung zu stürzen, oder ob nicht vielmehr die Samen für zukünftige US-feindliche Aufstände gesät würden.

Die USA beliefern die syrische Opposition nicht direkt mit Waffen, sondern stellt nachrichtendienstliche Erkenntnisse zur Verfügung und andere Unterstützung, etwa für den Transport von leichten Waffen wie Gewehre und Granaten. Die Lieferungen werden hauptsächlich von Saudiarabien und Katar organisiert, schreibt die «New York Times».

Fokus auf die Aussenpolitik Obamas

Der Befund kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für US-Präsident Barack Obama. Bei den nächsten beiden TV-Duellen mit dem republikanischen Herausforderer Mitt Romney wird der Fokus vermehrt auf der US-Aussenpolitik liegen. Doch der Befund stellt auch Romneys vorgeschlagene Syrien-Strategie in Frage. In einer Rede am Militärinstitut in Virginia vergangenen Montag sagte er, er werde dafür sorgen, dass die Rebellengruppen, die «unsere Werte teilen», die nötigen Waffen erhalten, «um Assads Panzer, Helikopter und Kampfflugzeuge zu bekämpfen».

Die USA suchten nun fieberhaft nach einer Lösung, um zu verhindern, dass der Löwenanteil der Waffenlieferungen in die Hände von Extremisten gelangt. Ein Problem sei, dass es in Syrien keine zentrale Abwicklungsstelle für die Schiffslieferungen gebe. So könne man schlecht überprüfen, welche Gruppierungen die Waffen schliesslich erhalten.

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