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«Was ich will, will auch das Volk»

Hugo Chávez hat geredet, Geld verteilt, viele aus der Armut befreit und dennoch ökonomische und soziale Verheerungen angerichtet. Sein früher Tod macht ihn für seine Anhänger zum Heiligen.

Sandro Benini
Revolutionär im Wahlkampf: Mit der selbst gegründeten Partei Movimiento Quinta República gewinnt Chávez am 6. Dezember 1996 die Mehrheit der Stimmen für das Präsidentenamt.
Revolutionär im Wahlkampf: Mit der selbst gegründeten Partei Movimiento Quinta República gewinnt Chávez am 6. Dezember 1996 die Mehrheit der Stimmen für das Präsidentenamt.
Reuters
Wiedergewählt: Chávez winkt seinen Wählern zu. Mit gut 60 Prozent der Stimmen haben ihn die Venezolaner im Dezember 2000 als Präsidenten wiedergewählt. Nun kann er den Umbau des Staates und die «soziale Revolution» weiterführen.
Wiedergewählt: Chávez winkt seinen Wählern zu. Mit gut 60 Prozent der Stimmen haben ihn die Venezolaner im Dezember 2000 als Präsidenten wiedergewählt. Nun kann er den Umbau des Staates und die «soziale Revolution» weiterführen.
Keystone
Generalstreik: Im Jahr 2002 rufen Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften einen Generalstreik gegen die Regierung Chávez aus. Hier stehen Streikende beim zweiten Generalstreik am 19. November 2002 Soldaten gegenüber.
Generalstreik: Im Jahr 2002 rufen Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften einen Generalstreik gegen die Regierung Chávez aus. Hier stehen Streikende beim zweiten Generalstreik am 19. November 2002 Soldaten gegenüber.
Keystone
Er bleibt: Nachdem internationale Vermittlungsversuche gescheitert sind, gibt die Opposition am 3. Februar 2003 ihren Streik gegen die Regierung Chávez auf. (11. April 2003)
Er bleibt: Nachdem internationale Vermittlungsversuche gescheitert sind, gibt die Opposition am 3. Februar 2003 ihren Streik gegen die Regierung Chávez auf. (11. April 2003)
Keystone
Weiterer Wahlsieg: Hugo Chávez nach seiner Wiederwahl in Caracas am 5. Dezember 2006.
Weiterer Wahlsieg: Hugo Chávez nach seiner Wiederwahl in Caracas am 5. Dezember 2006.
Reuters
Macht seine Krankheit öffentlich: Hugo Chávez bestätigt im Fernsehen erstmals, dass seine im Juni 2011 diagnostizierte Krebserkrankung zurückgekehrt ist. (5. März 2012)
Macht seine Krankheit öffentlich: Hugo Chávez bestätigt im Fernsehen erstmals, dass seine im Juni 2011 diagnostizierte Krebserkrankung zurückgekehrt ist. (5. März 2012)
Keystone
Bad in der Menge: Hugo Chávez im Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen am 4. Oktober 2012.
Bad in der Menge: Hugo Chávez im Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen am 4. Oktober 2012.
AFP
Will ein noch besserer Präsident für sein Volk sein: Chávez nach seinem Wahlsieg für die dritte Amtszeit. (7. Oktober 2012)
Will ein noch besserer Präsident für sein Volk sein: Chávez nach seinem Wahlsieg für die dritte Amtszeit. (7. Oktober 2012)
Reuters
Kuss auf das Kreuz: Chávez muss sich einer weiteren Krebsoperation unterziehen. Zum ersten Mal nennt er den Namen eines möglichen Nachfolgers: Vizepräsident Nicolás Maduro. (8. Dezember 2012)
Kuss auf das Kreuz: Chávez muss sich einer weiteren Krebsoperation unterziehen. Zum ersten Mal nennt er den Namen eines möglichen Nachfolgers: Vizepräsident Nicolás Maduro. (8. Dezember 2012)
Reuters
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Es sind 69 Sekunden und zwei Worte, die Hugo Chávez berühmt machen. Am 4. Februar 1992 versuchen der bis anhin nahezu unbekannte Oberstleutnant und eine Gruppe junger Offiziere, Venezuelas Präsidenten Carlos Andrés Pérez durch einen Staatsstreich zu entmachten. Das Unternehmen scheitert. Während Chávez in Caracas verhaftet wird, leisten seine Gefährten in anderen Teilen des Landes noch Widerstand. Die Regierung bittet den Anführer des Putsches, die Rebellen über das Fernsehen aufzufordern, weiteres Blutvergiessen zu vermeiden und die Waffen niederzulegen. Chávez kommt dem Ansinnen nach. In Uniform und mit der roten Mütze der Fallschirmspringer, erklärt der damals 37-Jährige in einer gut einminütigen Rede, der Militärputsch sei «vorläufig» gescheitert.

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