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«Wegen Wikileaks wurde niemand getötet»

Julian Assange hat auf seiner Internetplattform eine halbe Million vertrauliche US-Dokumente über die Kriege im Irak und in Afghanistan publiziert. Er hält diese Tat für «historisch». Dass dadurch Menschen gefährdet werden, ist für ihn bloss Propaganda.

«Das Pentagon ist etwa so glaubwürdig wie Nordkorea»: Dies behauptet Julian Assange.
«Das Pentagon ist etwa so glaubwürdig wie Nordkorea»: Dies behauptet Julian Assange.
Keystone

Der Gründer des Internetportals Wiki-leaks.org, Julian Assange, ist ein gejagter Mann. Der 39-jährige Australier hat keinen festen Wohnsitz mehr. Der US-Geheimdienst CIA will ihn wegen Spionage einklagen. In seiner Heimat wurde er wegen Datenklau bereits einmal verurteilt. Die schwedische Justiz sucht ihn wegen Vergewaltigungsvorwürfen einer jungen Frau. Die Genfer Villa, wo Assange gestern Mittag vor die Presse trat, wurde von Polizisten streng bewacht. Drei Stunden später erschien er zum Interview in einem Hotel, in dem er gar kein Zimmer belegt hat. Ein Leibwächter riet, das Gespräch nicht in der Lobby, sondern hinter geschlossener Tür im leeren Restaurant zu führen.

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