Weitere Demokratin bringt sich für 2020 gegen Trump in Stellung

Das Präsidentschaftsbewerberfeld bei den Demokraten im Vorwahlkampf wird noch grösser: Auch Kamala Harris steigt ins Rennen ein.

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Die Demokratin Kamala Harris will US-Präsidentin werden und steigt ins Rennen um die Nominierung als Kandidatin ein. In der Nachrichtensendung «Good Morning America» sagte die 54-jährige Kalifornierin, dass sie «das zunehmend überfüllte Feld von Kandidaten betritt, die die demokratische Nominierung suchen.» Bei einem Erfolg wäre die Afroamerikanerin die erste Frau, die das Amt innehätte.

«Die Zukunft unseres Landes hängt von Euch und Millionen anderen ab, die ihre Stimmen erheben, um für unsere amerikanischen Werte zu kämpfen», begründete Harris ihre Bewerbung am Montag in einem Video auf Twitter.

Die Ex-Generalstaatsanwältin von Kalifornien hat bereits Geschichte geschrieben. Harris war von 2004 bis 2011 Bezirksstaatsanwältin in San Francisco, von 2011 bis 2017 übernahm sie den Posten Justizministerin in dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat. Sie war die erste Frau und die erste Schwarze in diesem Amt. Seit 2017 sitzt sie für Kalifornien im Senat.

Die 53-jährige Tochter eines Einwanderers aus Jamaika und einer Immigrantin aus Indien hat den Schutz von Migranten zu einem ihrer Schwerpunktthemen gemacht. Harris sieht sie sich als Verfechterin von Mittelschicht-Familien, zudem macht sie sich gegen Polizeigewalt gegen Schwarze stark.

Auch Warren will antreten

Vor Harris hatte sich bereits eine prominente Linke in Stellung gebracht: Elizabeth Warren will ihre Chancen testen. Die 69-jährige Senatorin aus dem Bundesstaat Massachusetts und scharfe Kritikerin von Präsident Trum gründete Ende Dezember 2018 ein Komitee, das ihre Chancen im Fall einer Kandidatur ermitteln soll.

Während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 wurde sie als mögliche Vizekandidatin von Hillary Clinton gehandelt. Damals schoss sie sich früh auf Trump ein. So nannte sie ihn etwa bei einer Rede einen «kleinen, unsicheren Geldraffer», der sich über die Finanzkrise gefreut habe.

Weitere mögliche Kandidaten

Neben Harris und Warren gelten der frühere Vizepräsident Joe Biden sowie der unabhängige Senator Bernie Sanders, der 2016 im Vorwahlkampf gegen Hillary Clinton gescheitert war, als mögliche Bewerber bei den Demokraten.

Auch die Senatoren Cory Booker, Amy Klobuchar, Sherrod Brown und Kirsten Gillibrand sowie der scheidende Abgeordnete Beto O'Rourke aus Texas werden als Kandidaten gehandelt. Zudem haben sich der ehemalige Wohnungsbauminister Julián Castro, die Kongress-Abgeordnete Tulsi Gabbard und die Senatorin Kirsten Gillibrand in Stellung gebracht.

Die parteiinternen Vorwahlen beginnen Anfang 2020 in Iowa. Der Bundesstaat im Mittleren Westen wird schon Monate vorher zum Schauplatz des Wahlkampfs.

Erstellt: 21.01.2019, 14:08 Uhr

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