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«Welt muss ihre Einstellung zu Afrika ändern»

Barack Obama lobte in Äthiopien die Entwicklung Afrikas. Korruption und machthungrige Präsidenten gefährdeten jedoch die Demokratie.

Gute Beziehungen: Am letzten Tag seiner Afrikareise trifft US-Präsident Barack Obama die Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union Dr. Nkosazana Dlamini-Zuma. (28. Juli 2015)
Gute Beziehungen: Am letzten Tag seiner Afrikareise trifft US-Präsident Barack Obama die Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union Dr. Nkosazana Dlamini-Zuma. (28. Juli 2015)
Evan Vucci, Keystone
Eine Premiere: Obama spricht vor dem Plenum der Afrikanischen Union in Addis Abeba. (28. Juli 2015)
Eine Premiere: Obama spricht vor dem Plenum der Afrikanischen Union in Addis Abeba. (28. Juli 2015)
Jonathan Ernst, Reuters
... und eine Schweinemetzgerei.
... und eine Schweinemetzgerei.
Thomas Mukoya, Reuters
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US-Präsident Barack Obama hat die Weltgemeinschaft zu einer neuen Einstellung zu Afrika aufgefordert. Weil Afrika sich verändere, müsse auch die Welt «ihre Einstellung zu Afrika ändern», sagte Obama in einer Rede am Sitz der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba.

Ein halbes Jahrhundert nach der Unabhängigkeit vieler afrikanischer Länder sei es «längst überfällig, alte Vorurteile von einem Afrika, das für immer in Armut und Konflikten feststeckt, beiseitezulegen». Die Welt müsse vielmehr die «ausserordentliche Entwicklung Afrikas anerkennen».

Kritik an afrikanischen Regierungschefs

Gleichzeitig müsse Afrika aber den «Krebs der Korruption» bekämpfen, mahnte Obama. Dies sei die wichtigste Voraussetzung, um das «wirtschaftliche Potenzial Afrikas auszuschöpfen». Den Volkswirtschaften auf dem Kontinent gingen durch Korruption «Milliarden von Dollar» verloren, die in die Gesundheitsversorgung oder die Schaffung von Arbeitsplätzen investiert werden könnten.

Kritik übte Obama auch an machthungrigen afrikanischen Präsidenten. Wenn Präsidenten nach dem Ende ihrer Amtszeit nicht abtreten wollten, bringe dies «die demokratische Entwicklung Afrikas in Gefahr». «Niemand sollte Präsident auf Lebenszeit sein», mahnte Obama.

«Historischer Besuch»

Er selbst freue sich sogar darauf, die Macht an seinen Nachfolger abzugeben. Zuletzt hatte sich vor einer Woche der burundische Präsident Pierre Nkurunziza für eine dritte Amtszeit wiederwählen lassen, obwohl die Verfassung nur zwei Amtszeiten erlaubt.

Obama hielt zum Abschluss seines Besuchs in Äthiopien als erster US-Präsident eine Rede am Sitz der AU. Die Präsidentin der AU-Kommission, Nkosazana Dlamini-Zuma, würdigte den «historischen Besuch» Obamas als einen «konkreten Schritt, um die Beziehungen zwischen der AU und den USA auszuweiten und zu vertiefen».

(AFP)

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