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«Wenn Sie das nicht machen, wird der Horror weitergehen»

Filmstar Angelina Jolie hat vor dem UNO-Sicherheitsrat zum Handeln gegen sexuelle Gewalt im Krieg aufgerufen. Mit einem gewissen Erfolg: Der Sicherheitsrat verabschiedete eine Resolution dazu.

«Sie setzen die Messlatte»: Angelina Jolies Auftritt vor dem UNO-Sicherheitsrat. (Video: AFP)

Hollywoodstar Angelina Jolie hat vor dem UNO-Sicherheitsrat an die Staatengemeinschaft appelliert, sexuelle Gewalt im Krieg entschiedener zu ahnden. «Hunderttausende – wenn nicht Millionen – Frauen, Kinder und Männer sind zu unseren Lebzeiten in Konflikten vergewaltigt worden», sagte die 38-jährige Schauspielerin, die seit 2012 Sondergesandte des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) ist, bei ihrer ersten Rede vor dem höchsten UNO-Gremium in New York.

Die Welt habe diese Vergewaltigungen in Kriegszonen aber noch nicht als wichtiges Thema wahrgenommen, beklagte sie. «Sie setzen die Messlatte», sagte Jolie dem Sicherheitsrat. «Wenn der Rat Vergewaltigung und sexuelle Gewalt in Konflikten als Priorität behandelt, werden sie es auch – und es wird Fortschritte geben. Wenn Sie das nicht machen, wird der Horror weitergehen.»

Resolution verabschiedet

Der UNO-Sicherheitsrat verabschiedete im Anschluss an Jolies Rede eine rechtlich bindende Resolution, die einen sofortigen und umfassenden Stopp aller Arten sexueller Gewalttaten in allen bewaffneten Konflikten fordert. Solche Taten könnten als Verbrechen gegen die Menschlichkeit international verfolgt werden.

Der britische Aussenminister William Hague, der dem UNO-Sicherheitsrat vorsass, sagte, in fast allen Weltregionen würden Vergewaltigungen in bewaffneten Konflikten inzwischen «systematisch und rücksichtslos» eingesetzt – auch, weil die Täter oftmals fast nichts zu befürchten hätten. Nun sei die Zeit gekommen, daran etwas zu ändern, sagte er.

Besuch in Syrien

Jolie hatte erst am Donnerstag das grösste Lager für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge im jordanischen Zaatari besucht. Der Bürgerkrieg stelle die derzeit schlimmste humanitäre Krise der Welt dar, sagte sie.

(SDA)

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