Zum Hauptinhalt springen

Wer lässt sich als Nächster erwischen?

Die USA haben bei der Bin-Laden-Operation auch wichtige Unterlagen erbeutet. Nun knöpfen sie sich weitere Al-Qaida-Führer vor.

Zahlreiche Führer der Terrororganisation al-Qaida sind auf freiem Fuss. Im Bild: Undatierte Aufnahmen der «13 meistgesuchten Terroristen», die das FBI bereits am 10. Oktober 2001 veröffentlicht hatte.
Zahlreiche Führer der Terrororganisation al-Qaida sind auf freiem Fuss. Im Bild: Undatierte Aufnahmen der «13 meistgesuchten Terroristen», die das FBI bereits am 10. Oktober 2001 veröffentlicht hatte.
AFP
Der 59-jährige Ägypter ist die Nummer 2 der al-Qaida. Auf ihn konzentrieren sich die Bemühungen der USA nach dem Tod von Osama Bin Laden besonders. Vermuteter Aufenthaltsort: Pakistan.Rolle: Mitgründer und rechte Hand von Bin Laden. Der ägyptische Arzt lernte Bin Laden in Afghanistan während des Kampfes von Islamisten gegen die Sowjetunion kennen. Er soll bei der Rekrutierung von Aktivisten für al-Qaida geholfen und das Netzwerk entscheidend geprägt haben.Vom FBI für seine Ergreifung ausgesetzte Belohnung: 25 Millionen Dollar.
Der 59-jährige Ägypter ist die Nummer 2 der al-Qaida. Auf ihn konzentrieren sich die Bemühungen der USA nach dem Tod von Osama Bin Laden besonders. Vermuteter Aufenthaltsort: Pakistan.Rolle: Mitgründer und rechte Hand von Bin Laden. Der ägyptische Arzt lernte Bin Laden in Afghanistan während des Kampfes von Islamisten gegen die Sowjetunion kennen. Er soll bei der Rekrutierung von Aktivisten für al-Qaida geholfen und das Netzwerk entscheidend geprägt haben.Vom FBI für seine Ergreifung ausgesetzte Belohnung: 25 Millionen Dollar.
AFP
Alter: Etwa 50 Jahre.  Herkunftsland: Ägypten.Vermuteter Aufenthaltsort: Pakistan oder Afghanistan.Rolle: Militärchef von al-Qaida. Er soll Verantwortung für die Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 tragen.Vom FBI ausgesetzte Belohnung: Fünf Millionen Dollar.
Alter: Etwa 50 Jahre. Herkunftsland: Ägypten.Vermuteter Aufenthaltsort: Pakistan oder Afghanistan.Rolle: Militärchef von al-Qaida. Er soll Verantwortung für die Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 tragen.Vom FBI ausgesetzte Belohnung: Fünf Millionen Dollar.
AFP
1 / 3

Nach der Tötung von Terroristenchef Osama Bin Laden verfolgen die USA weiter ein bestimmtes Ziel: die Ausschaltung von al-Qaida. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama sei entschlossen, «den Rest der al-Qaida zu schlagen», sagte Anti-Terror-Chef John Brennan dem Fernsehsender NBC. Das gefürchtete und sich ausbreitende Terrornetzwerk habe während des von Washington geführten zehnjährigen Kriegs in Afghanistan einen «schweren Schlag» erlitten.

Unterdessen verlauten aus US-Regierungskreisen immer mehr Details zu dem von US-Spezialkräften ausgeführten Angriff. Während des 40-minütigen Einsatzes sei potenziell wichtiges Material von al-Qaida beschlagnahmt worden, teilte ein US-Beamter mit.

Die Spezialkräfte hätten unter anderem Laufwerke, DVDs und Dokumente mitgenommen, aus denen der US-Geheimdienst möglicherweise wichtige Details über Operationen der al-Qaida ziehen könnte. Womöglich helfe das Material gar bei der Jagd auf die mutmassliche Nummer zwei des Terrornetzwerks, Ayman al-Zawahri, hiess es.

Pakistan unter Druck wegen «Unterstützungsnetzwerk»

Bis zu seiner Tötung am Sonntag in der pakistanischen Stadt Abbottabad war Bin Laden knapp zehn Jahre lang nicht zur Rechenschaft für die Anschläge vom 11. September 2001 gezogen worden. Es sei klar, dass der Terroristenführer innerhalb Pakistans «irgendeine Art Unterstützungsnetzwerk» gehabt habe, sagte der amerikanische Anti-Terror-Chef John Brennan im Fernsehen. Er sah jedoch davon ab, Schuldvorwürfe gegen die pakistanische Regierung zu erheben. Islamabad sei «ein starker Partner» im Kampf gegen den Terrorismus, sagte er.

Nach Angaben des Anti-Terror-Chefs stellt die pakistanische Regierung derzeit eigene Untersuchungen an, um herauszufinden, wie Bin Laden den Behörden all die Jahre entkommen konnte.

Steven R. Hurst/ dapd

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch