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Wie die USA 60 Kriegsmilliarden in den Sand setzten

Korruption, Verschwendung und Missstände in der Logistik haben die USA in Afghanistan und im Irak bis zu 60 Milliarden unnötige Dollar gekostet. Zu diesem Schluss kommt ein Untersuchungsausschuss.

Die Kriege kosteten mehr als nötig: Soldaten der US-Army beim Aufstieg zu einem Kontrollposten in Ost-Afghanistan.
Die Kriege kosteten mehr als nötig: Soldaten der US-Army beim Aufstieg zu einem Kontrollposten in Ost-Afghanistan.
Reuters

Wegen schlechter Planung, Korruption und fehlender Kontrolle haben die USA in den vergangenen zehn Jahren im Irak und in Afghanistan bis zu 60 Milliarden Dollar an Militärausgaben verloren. Das geht aus dem Abschlussbericht einer unabhängigen Untersuchungskommission hervor, den die Nachrichtenagentur AP vor der für heute geplanten Veröffentlichung einsehen konnte.

Auf Grundlage von in den vergangenen drei Jahren gesammelten Informationen geht der Ausschuss von Verlusten von mindestens 31 Milliarden Dollar aus, zitierte die Nachrichtenagentur AP heute aus dem Bericht.

Vorsichtige Schätzungen

Insgesamt könne die Summe bei 60 Milliarden Dollar liegen, erklärte die Untersuchungskommission und sprach von vorsichtigen Schätzungen. Die acht Mitglieder hatten mit Hunderten zivilen Beschäftigten und Mitarbeitern des Militärs gesprochen und waren mehrfach in den Irak und nach Afghanistan gereist.

Zu den aufgeführten Beispielen gehört ein 360 Millionen Dollar schweres Entwicklungsprogramm für die Landwirtschaft in Afghanistan. Zunächst sollten im Rahmen eines 60 Millionen Dollar umfassenden Projekts Gutscheine für Saatgut und Dünger in von Dürre geplagten Regionen im Norden des Landes verteilt werden, später kamen Süd- und Ostafghanistan hinzu. Am Ende sei eine Million Dollar täglich ausgegeben worden, was Verschwendung und Missbrauch des Geldes Tür und Tor geöffnet habe, erklärte die Untersuchungskommission.

SDA/ami

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