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«Die US-Wahl war ein Krieg. Einsamer Rächer gegen Eigentümer»

Für den kommunistischen französischen Philosophen Alain Badiou enthüllen die US-Wahlen die amerikanische Misere.

«Die Frage, wie sich Menschen kleiden, ist nun wirklich nicht vorrangig», sagt Alain Badiou. Foto: Reto Oeschger
«Die Frage, wie sich Menschen kleiden, ist nun wirklich nicht vorrangig», sagt Alain Badiou. Foto: Reto Oeschger

Sie waren während der Wahlen in den USA. Wie haben Sie die Stimmung erlebt?

Ich kenne vor allem Leute aus dem intellektuellen und studentischen Milieu. Fast alle waren Anhänger von Bernie Sanders. Die erste Enttäuschung erlebten diese Leute, als Hillary Clinton als Kandidatin der Demokraten nominiert wurde. Sie haben dann nur deshalb für sie gestimmt, um Donald Trump Steine in den Weg zu legen. Das hat allerdings auch nicht funktioniert! Am Ende erlitten sie eine Art Schock. Auf mich wirkten sie niedergeschlagen und verzweifelt. Ich war an Konferenzen eingeladen und habe erklärt, man müsse versuchen, eine Erklärung für das Resultat zu finden.

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