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«Wir haben es mit einem Propaganda-Präsidenten zu tun»

Donald Trumps Wut auf die Presse sei eines der entscheidenden Merkmale seiner Präsidentschaft, sagt Medienforscher Jay Rosen.

Alan Cassidy, New York
«Das Pressebriefing im Weissen Haus, das früher täglich stattfand, gibt es so nicht mehr»: Journalismusforscher Jay Rosen. Bild: Cédric von Niederhäusern
«Das Pressebriefing im Weissen Haus, das früher täglich stattfand, gibt es so nicht mehr»: Journalismusforscher Jay Rosen. Bild: Cédric von Niederhäusern

Donald Trump hat den Medien den Krieg erklärt. Gewinnt er ihn?

In vielerlei Hinsicht: Ja, er ist dabei, ihn zu gewinnen. Für gut ein Drittel der amerikanischen Wähler ist Trump selbst heute die wichtigste Quelle von Informationen über Trump. Dieses Drittel lebt bereits heute in einem autoritären Mediensystem. Ein grosser Teil der Öffentlichkeit hat keinerlei Vertrauen mehr in unabhängige Informationsquellen. Diese Wähler akzeptieren höchstens noch den TV-Sender Fox News, der aber in gewisser Weise Teil des Weissen Hauses ist – bis hin zum Punkt, dass Trumps Kommunikationschef bis vor kurzem noch Direktor von Fox war. Alle anderen Medien sind in ihren Augen keine relevanten Informationsquellen, sondern Hassobjekte.

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