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«Wir können nicht jedem Kind helfen»

Der Republikaner Terry Branstad sagt, was seine Partei denkt, wenn es um die Zehntausenden Kinderflüchtlinge aus Zentralamerika geht.

Kinderflüchtlinge aus Honduras und El Salvador – am 25. Juni in Granjeno, Texas, aufgegriffen.Foto: Eric Gay (AP, Keystone)
Kinderflüchtlinge aus Honduras und El Salvador – am 25. Juni in Granjeno, Texas, aufgegriffen.Foto: Eric Gay (AP, Keystone)

Der Mann aus dem Norden möchte helfen. Deval Patrick, Gouverneur des Neuenglandstaates Massachusets, hat angeboten, bis zu 1000 Flüchtlingskinder aus den überfüllten Ausschaffungszentren an der Grenze zu Mexiko aufzunehmen. Sein Glaube gebiete es ihm, Kindern in Not beizustehen – die USA dürften ihnen nicht den Rücken zudrehen. Doch der Gouverneur hat den Alt­ruismus seiner Wähler offenbar überschätzt. Die Einwohner des Örtchens Bourne am Eingang der Halbinsel Cape Cod, wo Patrick die Kinder auf einer Militärbasis unterbringen will, wehren sich erbost gegen die Minderjährigen aus Zentralamerika. Bereits sah sich der Gouverneur zu Klarstellungen veranlasst. Die jungen Migranten kämen nur vorübergehend, dürften keine örtlichen Schulen besuchen und die Militäranlage nicht verlassen. Zudem sei noch nicht entschieden, ob der Bund das Angebot überhaupt annehme.

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