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«Wir töten nur schwarze Leute»

Ein ranghoher Polizist aus dem US-Staat Georgia war durch rassistische Äusserungen aufgefallen. Nun hat er die Konsequenzen gezogen.

Greg Abbott war drei Jahrzehnte im Polizeidienst für den Bundesstaat Georgia. Die Polizei blockiert eine Strasse in Atlanta, der Hauptstadt Georgias, während einer Zeremonie für Bürgerrechtler Martin Luther King. (28. August 2017)
Greg Abbott war drei Jahrzehnte im Polizeidienst für den Bundesstaat Georgia. Die Polizei blockiert eine Strasse in Atlanta, der Hauptstadt Georgias, während einer Zeremonie für Bürgerrechtler Martin Luther King. (28. August 2017)
David Goldman/AP, Keystone

Ein wegen rassistischer Äusserungen aufgefallener US-Polizist ist seiner Entlassung laut örtlichen Medienberichten durch eine eigene Kündigung zuvorgekommen. Der ranghohe Polizist Greg Abbott, der knapp drei Jahrzehnte im Polizeidienst war, habe dem County per E-Mail seinen Ruhestand mitgeteilt, berichtete die Zeitung «Atlanta Journal-Constitution» am Donnerstag. Polizeichef Mike Register hatte zuvor Abbott Entlassung angekündigt.

Abbott hatte im Juli 2016 bei einer Verkehrskontrolle im Bundesstaat Georgia einer Frau gesagt, sie müsse keine Angst haben, weil «wir nur schwarze Leute töten». Die Frau hatte zuvor gesagt, sie habe Angst nach ihrem Handy zu greifen, weil sie «viel zu viele Videos von Polizisten» gesehen habe. «Aber Sie sind nicht schwarz», antwortete Abbott. «Wissen Sie noch? Wir töten nur schwarze Leute.» Die Äusserungen wurden von einer Autokamera aufgezeichnet und nun von einem örtlichen Fernsehsender verbreitet.

Äusserungen unentschuldbar

Polizeichef Register sagte am Donnerstag, es gebe «wirklich keinen Platz für diese Art von Äusserungen bei den Strafverfolgungsbehörden». Es sei egal, in welchem Zusammenhang die Worte des Polizisten gefallen seien, die Äusserungen seien in jedem Fall «unentschuldbar und unangemessen».

Der Vorfall ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als sich Fälle von teils tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA häuften. Die Vorfälle sorgten für Massenproteste vor allem in der afroamerikanischen Bevölkerung.

AFP/chi

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