«Wir werden den Scheisskerl absetzen»

An ihrem ersten Tag im US-Kongress sorgt Rashida Tlaib für grossen Wirbel – mit deutlichen Worten gegen Donald Trump.

Die Politikerin fordert Trumps Absetzung: Rashida Tlaib kurz vor ihrer Vereidigung in den Kongress. (3. Januar 2019)

Die Politikerin fordert Trumps Absetzung: Rashida Tlaib kurz vor ihrer Vereidigung in den Kongress. (3. Januar 2019) Bild: Carolyn Kaster/AP/Keystone

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Bei einer Veranstaltung am Donnerstagabend sagte Rashida Tlaib vor jubelnden Unterstützern, man werde ein Amtsenthebungsverfahren gegen den «Scheisskerl» («Motherfucker») einleiten. Ein Video mit ihren Aussagen wurde auf Twitter verbreitet und ging seither viral.

Tlaib ist eine der beiden ersten muslimischen Frauen, die ins Abgeordnetenhaus gewählt wurden. Trump nannte ihre Äusserungen am Freitag vor den Medien erbärmlich und respektlos. Er kenne die Frau nicht, aber sie habe damit sich und ihre Familie entehrt.

Zuvor hatte er auf Twitter die Frage aufgeworfen, wie man ein Amtsenthebungsverfahren gegen einen Präsidenten einleiten wolle, der «nichts Falsches» getan habe. Tlaibs Namen erwähnte er dabei noch nicht.

Trump behauptete ausserdem, seine ersten zwei Amtsjahre seien die erfolgreichsten eines US-Präsidenten jemals gewesen. Er sei der beliebteste Republikaner in der Parteigeschichte.

Tlaib zeigte sich am Freitag unbeeindruckt von der vor allem von Trumps Republikanern geäusserten Kritik an ihrer Aussage. «Im Angesicht dieser Verfassungskrise müssen wir uns erheben», schrieb sie auf Twitter.

Mehrheit gehört den Demokraten

Tlaib stammt aus Detroit, ihre palästinensischen Eltern waren in die USA eingewandert. 2008 war sie als erste muslimische Frau in das Repräsentantenhaus von Michigan gewählt worden. Bei der Kongresswahl im November gewann sie einen Sitz im Abgeordnetenhaus.

Seit der konstituierenden Sitzung am Donnerstag haben die Demokraten die Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Den Senat – die zweite Kammer im Kongress – kontrollieren weiterhin Trumps Republikaner. (roy/SDA)

Erstellt: 05.01.2019, 03:18 Uhr

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